CRM für IT-Systemhäuser.
Verträge, Projekte und Service in einem System.
Diese Fachseite behandelt CRM-Systeme (Customer Relationship Management) für IT-Systemhäuser, Managed-Service-Provider (MSP), Softwarehäuser und IT-Dienstleister im DACH-Mittelstand. Gemeint ist die Software, mit der ein Dienstleister Interessenten, Bestandskunden, Angebote, Wartungs- und Supportverträge, Hersteller- und Distributorenbeziehungen steuert, nicht eine einzelne Marke: Systemhaus.One ist ein CRM-Produkt im Katalog und hier ein Anbieter unter mehreren. Typische Anwendungsfälle sind die rechtzeitige Verlängerung von Serviceverträgen, Angebote mit Stücklisten und Lizenzen, Cross- und Upselling im Bestand sowie die Anbindung von Ticketsystem, ERP und Monitoring über Schnittstellen (API, Application Programming Interface). Sie erfahren, welche Funktionen im Systemhausgeschäft zählen, wie sich Systeme unterscheiden, welche Pflichten (etwa NIS-2) das Geschäft berühren und was ein CRM im Mittelstand kostet. Ihre dokumentierte Shortlist aus über 150 CRM-Systemen erhalten Sie im CRM-Matching für IT-Systemhäuser in rund 6 Minuten, kostenlos und ohne Registrierung.
Warum Systemhäuser
ein eigenes CRM-Profil brauchen.
Ein Systemhaus verkauft nicht einmal und liefert dann, sondern verdient an Projekten, Hardware, Lizenzen, Wartung und laufenden Managed Services zugleich. Ein Standard-CRM, das nur Kontakte und Chancen kennt, bildet das nicht ab. Wie groß der Markt ist, zeigt Bitkom: Für IT-Services erwartet der Verband 2026 ein Umsatzplus von 3,1 Prozent (Stand Juli 2026), für Software 9,9 Prozent. Wer im Bestand wächst, braucht Verträge, Assets und Verlängerungstermine im Blick. Einen kompakten Überblick über Kategorien bietet die Seite CRM Software im Find-Your-Software-Netzwerk, diese Fachseite geht tiefer in Prozesse, Schnittstellen, Pflichten und Kosten.
Ohne branchentaugliches CRM
- Wartungs- und Supportverträge stehen in Ordnern, in der Buchhaltung oder im Ticketsystem. Das Ende der Laufzeit bemerkt der Vertrieb erst, wenn der Kunde kündigt.
- Angebote entstehen aus Tabellen, Distributorenportalen und Word. Stücklisten, Einkaufspreise und Marge sind nicht verknüpft.
- Der Vertrieb sieht nicht, welche Tickets offen sind und welche Störungen den Kunden gerade ärgern. Anrufe zur Verlängerung kommen zur falschen Zeit.
- Herstellerstatus, Rabattstufen und Deal-Registrierungen sind bei einzelnen Personen gespeichert. Wechselt der Account Manager, gehen Fristen verloren.
- Microsoft-, Security- und Backup-Abonnements laufen in getrennten Portalen. Niemand weiß, welcher Kunde wie viele Lizenzen zu welchem Termin hat.
- Cross- und Upselling hängt vom Gedächtnis ab: Wer hat noch keine Firewall im Servicevertrag, wer nutzt noch Windows 10 oder einen Server ohne Wartung?
- Marketing verschickt Newsletter an alle, statt Kundengruppen nach Vertrag, Branche und Produkt anzusprechen.
Mit branchentauglichem CRM
- Verträge mit Laufzeit, Kündigungsfrist, Preisgleitklausel und Leistungsumfang hängen am Kunden. Verlängerungen werden 90 bis 180 Tage vorher als Aufgabe und Opportunity angelegt.
- Angebote entstehen aus Artikelstamm und Stücklisten, Einkaufspreise und Marge sind sichtbar, Freigaben dokumentiert.
- Der Account Manager sieht offene Tickets, SLA-Verletzungen (Service Level Agreement) und Projektstände direkt in der Kundenakte.
- Partnerstatus, Zertifizierungen und Deal-Registrierungen sind je Hersteller geführt, Fristen lösen Aufgaben aus.
- Abonnements und Lizenzen je Kunde und Hersteller liegen als Positionen im System, Laufzeitenden und Mengenänderungen sind planbar.
- Systematisches Cross- und Upselling: Segmentlisten nach Vertragsstand, eingesetzter Technik und Support-Ende der Hersteller.
- Marketing Automation spricht Kundengruppen gezielt an und dokumentiert Einwilligungen und Widersprüche.
Quellen: Bitkom, Pressemitteilung Juli 2026. Die Fristen von 90 bis 180 Tagen sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM.
Sechs Funktionsbereiche,
auf die es im Systemhausgeschäft ankommt.
Die Funktionen sind nach dem Geschäftsmodell sortiert, nicht nach Modulnamen der Hersteller. Prüfen Sie in der Demo, ob ein Bereich im CRM selbst, in einem Zusatzmodul oder über eine Schnittstelle zu ERP, PSA (Professional Services Automation) oder Ticketsystem abgedeckt wird. Die Grundlagen zum Begriff erklärt Was ist ein CRM? Definition, Funktionen und Auswahl.
Projekt- und Servicegeschäft in einer Kundenakte
Ein Systemhaus verkauft ein Netzwerkprojekt, betreut danach die Server und liefert Lizenzen nach. Alle drei Geschäfte laufen über denselben Ansprechpartner beim Kunden. Systemhaus.One bündelt laut Hersteller CRM, IT-Vertragsverwaltung, Ticketing, Warenwirtschaft und Finanzfunktionen auf Basis von SAP Business One. projectfacts führt laut Herstellerseite Projektmanagement, Zeiterfassung, CRM, Faktura und Ticketsystem in einem System.
- Projektphasen mit Wahrscheinlichkeit, Auftragsmonat und Ressourcenbedarf
- Kundenakte mit Projekten, Verträgen, Tickets, Assets und Rechnungen
- Übergabe vom Vertrieb an Projektleitung und Service ohne Medienbruch
Wartungs- und Supportverträge mit Verlängerungsprozess
Wiederkehrende Verträge sind die Planungsbasis eines Systemhauses. Das CRM sollte je Vertrag Laufzeit, Kündigungsfrist, Leistungsumfang, SLA-Stufe, Preisanpassung und die abgedeckten Geräte oder Nutzer führen. Aus dem Vertragsende entsteht automatisch eine Aufgabe und eine Verlängerungs-Opportunity mit Frist. ZeyOS listet laut Hersteller Module für Verträge, Tickets und Projekte, weclapp bietet Vertragsverwaltung und Helpdesk als Add-ons.
- Erinnerung 90 bis 180 Tage vor Laufzeitende, je nach Kündigungsfrist
- Preisgleitklauseln und Indexierung mit Datum der letzten Anpassung
- Verknüpfung von Vertrag, Konfigurationsobjekt (Gerät, Server, Nutzer) und Tickets
Partner- und Herstellerprogramme
Rabattstufen, Spezialisierungen und Bonusprogramme hängen an Umsatz, Zertifizierungen und gemeldeten Projekten. Das CRM sollte je Hersteller Status, Zielwerte, Ablaufdaten von Zertifikaten und Deal-Registrierungen führen. Microsoft bietet über Partner Center einen Co-sell-Connector, mit dem Vertriebsteams Co-sell-Empfehlungen direkt im CRM bearbeiten; dokumentiert ist er für Salesforce und Dynamics 365. Ob ein anderes CRM diese Anbindung unterstützt, sollten Sie vorab klären.
- Deal-Registrierung je Hersteller mit Frist, Status und Ansprechpartner
- Zertifizierungen der Mitarbeitenden mit Ablaufdatum
- Auswertung des Umsatzes je Herstellerprogramm für Rabattstufen
Angebote mit Stücklisten und Marge
Ein typisches Systemhausangebot besteht aus Hardware, Software, Lizenzen, Dienstleistung und Wartung. Das CRM braucht dafür Artikelstamm, Stücklisten (Bill of Materials, BOM), Einkaufs- und Verkaufspreise, Rabatte und eine Freigabe bei niedriger Marge. Weil Preise und Verfügbarkeiten beim Distributor liegen, lohnt eine Schnittstelle zu dessen Katalog; Ingram Micro beschreibt dafür APIs für Katalog, Preis, Verfügbarkeit und Bestellung. Bei Salesforce startet die Angebotserstellung laut Preisseite im Paket Pro Suite.
- Wiederverwendbare Pakete (zum Beispiel Arbeitsplatz-Bundle) mit Stückliste
- Marge je Position und Angebot, Freigabe unter einem Grenzwert
- Übergabe des Angebots als Auftrag an ERP oder Warenwirtschaft
Lizenzmanagement und Subscriptions im Bestand
Cloud-Lizenzen verändern das Geschäft: Statt einmaliger Marge entsteht wiederkehrender Umsatz, der gepflegt werden muss. Im Microsoft-CSP-Programm (Cloud Solution Provider) lassen sich viele Abonnements laut Partner Center mit monatlichen, jährlichen oder dreijährigen Laufzeiten führen und nur in den ersten sieben Tagen kündigen. Das CRM muss deshalb Laufzeitende, Menge und Preis je Abonnement kennen und Änderungswünsche früh sichtbar machen. Spezialisierte MSP-Lösungen wie Systemhaus.One automatisieren laut Hersteller MSP- und CSP-Daten.
- Abonnementposition je Kunde mit Hersteller, Menge, Laufzeitende und Einkaufspreis
- Mengenabweichungen zwischen Abrechnung und Vertrag sichtbar machen
- Verlängerungs- und Upgrade-Chancen automatisch als Opportunity anlegen
Cross- und Upselling im Bestand
Im Bestandskundengeschäft entstehen Chancen aus Daten, die das Systemhaus bereits besitzt: Geräte kurz vor Support-Ende, Kunden ohne Backup- oder Security-Baustein, Verträge mit der niedrigsten SLA-Stufe. Das CRM verknüpft diese Merkmale mit Segmenten und erzeugt Aufgaben für den Account Manager. Wichtig ist eine saubere Trennung zwischen Vertriebsaufgabe und werblicher Ansprache, denn für E-Mail-Werbung gelten eigene Regeln, siehe Abschnitt Pflichten.
- Segmentlisten nach Vertragsstufe, Branche, Mitarbeiterzahl und eingesetzter Technik
- Einwand- und Absagegründe strukturiert erfassen, um Muster zu erkennen
- Kundengespräche mit Vorschlag der nächsten sinnvollen Leistung
Quellen: Systemhaus.One, projectfacts, ZeyOS, weclapp Preise, Microsoft Partner Center: Co-sell-Connector für Salesforce (Stand 07.01.2026), Microsoft Partner Center: New Commerce, Ingram Micro Developer, Salesforce Preise. Abgerufen am 6. Oktober 2026. Die Fristen von 90 bis 180 Tagen sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM.
Drei Prozesse,
die Systemhäuser häufig unterschätzen.
Neben Verträgen und Angeboten entscheiden drei Querschnittsprozesse über den Erfolg: eine saubere Lead-Bearbeitung, die Kopplung mit dem Ticketsystem und belastbare Zahlen zum wiederkehrenden Umsatz. Sie tauchen in Demos selten von selbst auf, sollten aber im Anforderungskatalog stehen.
Marketing Automation für Bestand und Neukunden
Im Systemhaus bringt Marketing Automation vor allem bei Bestandskunden Wirkung: Einladungen zu Sicherheits-Workshops, Hinweise auf Support-Ende von Betriebssystemen, Newsletter nach Vertragsstufe. Einfache Kampagnen und Formulare liefern viele CRM-Systeme selbst, Quentn ist laut Profil eine deutsche Plattform für Marketingautomatisierung, Landing Pages und Lead-Management. Grundlagen und Auswahlkriterien beschreibt Marketing Automation im CRM.
- Lead-Scoring nach Rolle, Unternehmensgröße und Reaktion, siehe Lead-Scoring und Sales-Pipeline im CRM
- Double-Opt-In und Nachweis der Einwilligung je Kontakt
- Übergabe heißer Leads mit Frist an den Vertrieb
Kopplung mit Ticketsystem und PSA
Der Servicealltag liegt im Ticketsystem oder in einer PSA (Professional Services Automation), das CRM braucht davon eine Zusammenfassung: offene Tickets, Reaktionszeiten, SLA-Verletzungen, Stunden und Vertragsverbrauch. Systemhaus.One nennt laut Hersteller Anbindungen an TANSS, Autotask, DocBee, visoma, venabo und DoIT. Wie ein CRM Service und Helpdesk selbst abbildet, zeigt CRM für Service und Helpdesk.
- Ticketstatus und SLA-Ampel in der Kundenakte
- Stunden und Verbrauch gegen Kontingent- oder Pauschalverträge
- Negative Serviceereignisse vor dem Verkaufsgespräch sichtbar
Reporting für wiederkehrenden Umsatz
Für ein Systemhaus mit Managed Services zählen andere Zahlen als für den Projektvertrieb: wiederkehrender Monatsumsatz je Vertrag, Verlängerungsquote, Anteil Bestandsgeschäft am Umsatz, Marge je Leistungsart und Pipeline nach Verlängerungsmonat. Diese Auswertungen entstehen nur, wenn Verträge und Abonnements als strukturierte Daten im System liegen. Die Frage, wie sich Kundenkontakte und Berührungspunkte auswerten lassen, vertieft Customer Journey und Touchpoints im CRM.
- Wiederkehrender Umsatz und Verlängerungsquote je Monat und Account Manager
- Pipeline nach Verlängerungsmonat und Leistungsart
- Abgleich von Vertragsstand im CRM mit der Rechnungsstellung im ERP
Quellen: Systemhaus.One, Profil von Quentn im Find-Your-CRM-Katalog. Kennzahlen und Anforderungen sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM.
Drei Profile,
die zu unterschiedlichen Systemhäusern passen.
Es gibt kein bestes CRM für Systemhäuser, aber typische Konstellationen. Die folgenden Profile ordnen Katalogsysteme nach dem Geschäftsmodell ein. Die Auswahl ist neutral, nicht bezahlt und keine Rangliste.
Spezialisiert auf Systemhäuser und MSP
Verträge, Ticket-Anbindung, Lizenzdaten, Warenwirtschaft
Systemhaus.One der neumeier AG ist laut Hersteller vom Systemhaus für Systemhäuser entwickelt, baut auf SAP Business One auf und läuft als Cloud oder Self-Hosted. Ähnlich branchennah sind ZeyOS mit CRM, ERP und Collaboration sowie IT-Services als Branchenlösung und das TOPIX CRM, das IT-Systemhäuser und Softwarehersteller unter seinen Branchen führt. Grenzen: Der Funktionsumfang außerhalb des Kerngeschäfts ist kleiner als bei Plattformen, die Zahl der Implementierungspartner geringer.
- IT-Vertragsverwaltung und MSP-Automation im Kern
- ERP-nah, teils Warenwirtschaft und Finanzfunktionen enthalten
- Preise auf Anfrage
auf Anfrage
Projekt, Zeit und Abrechnung mit CRM-Kern
Beratungslastige Systemhäuser und Softwarehäuser mit Projektgeschäft
projectfacts bündelt Projektmanagement, Zeiterfassung, CRM, Faktura und Ticketsystem, TimO kombiniert laut Profil Projektmanagement und Zeiterfassung mit CRM-Funktionen, VOGSY richtet sich an Dienstleister mit internationalen Projekten und Margensteuerung, Easy Redmine ergänzt Projektmanagement um IT-Service-Management. Grenzen: Das Vertriebs-CRM ist meist schlanker als bei reinen CRM-Plattformen, Marketing Automation fehlt oder kommt als Zusatz.
- Zeiterfassung, Projektplanung und Abrechnung in einem System
- Gut für Projekt- und Servicegeschäft, weniger für große Vertriebsorganisationen
- Preise zum Beispiel bei projectfacts offen ausgewiesen
projectfacts 29 € netto je Nutzer und Monat
Vertriebs-CRM mit Ökosystem
Wachsende Systemhäuser, Vertriebsfokus, viele Integrationen
Salesforce und Pipedrive stehen für Vertriebs-CRM mit großem Integrationsumfeld, SuperOffice CRM führt IT als Branche und beschreibt laut Herstellerseite Ticketmanagement und Vertragserstellung mit digitaler Signatur. HubSpot verbindet Marketing, Vertrieb und Service in einer Plattform. Grenzen: Vertragsverwaltung, Stücklisten und PSA-Funktionen kommen oft über Zusatzprodukte oder Partner-Apps und müssen im Projekt gebaut werden. Eine Gegenüberstellung der beiden größten Plattformen bietet Salesforce vs. HubSpot.
- Starke APIs und Marktplätze für Zusatzfunktionen
- Marketing Automation und Berichte meist ausgereift
- Branchenfunktionen entstehen über Konfiguration und Partner
ab 14 € je Nutzer und Monat (Pipedrive)
Quellen: Profile im Katalog, Systemhaus.One, ZeyOS, TOPIX, projectfacts, SuperOffice für IT-Unternehmen, Pipedrive Preise. Abgerufen am 6. Oktober 2026.
Neun CRM-Systeme
für Systemhäuser und Softwarehäuser.
Die Auswahl ist kuratiert, nicht bezahlt und keine Rangliste. Sie mischt Branchenlösungen, Dienstleister-Suiten und internationale Plattformen, die laut Katalog oder Herstellerangaben IT-Dienstleister adressieren. Ein Haken steht nur, wo die Funktion auf der Herstellerseite belegt ist, alles andere sollten Sie in der Demo prüfen. Weitere Kandidaten aus über 150 CRM-Systemen liefert das CRM-Matching, einen Überblick über Marktsegmente gibt der CRM-Anbietervergleich.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Vertragsverwaltung | Ticket / PSA | API | Hosting | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systemhaus.OneBranchenlösung für Systemhäuser und MSP, neumeier AG | Mittelstand | auf Anfrage | ✓ IT-Vertragsverwaltung laut Hersteller | ✓ Anbindung an TANSS, Autotask, DocBee, visoma, venabo, DoIT laut Hersteller | ✓ volle API-Funktionalität laut Hersteller | ✓ Cloud oder Self-Hosted | Zum Profil → |
| SuperOffice CRMVertriebs- und Service-CRM, IT als Branche | Mittelstand | ab 64 €/Nutzer/Mo (Sales) | ✓ Verträge mit digitaler Signatur laut Hersteller | ≈ Ticketmanagement laut Herstellerseite für IT, Planzuordnung in der Demo prüfen (Service ab 52 €/Nutzer/Mo) | ≈ App Store und Integrationen, Umfang der API in der Demo prüfen | ✓ cloudbasiert laut Profil | Zum Profil → |
| SalesforcePlattform für Vertrieb, Marketing, Service | Enterprise | ab 25 €/Nutzer/Mo (Starter Suite) | ≈ Vertragsverwaltung über Zusatzprodukte oder Partner, in der Demo prüfen | ≈ Service und PSA über eigene Produkte oder Partner, in der Demo prüfen | ✓ REST API laut Entwicklerdokumentation | ✓ Cloud-Dienst des Herstellers | Zum Profil → |
| PipedriveVertriebs-CRM für kleine und mittlere Teams | KMU | ab 14 €/Nutzer/Mo (Lite) | ≈ Verträge und eSignatures ab Premium, Laufzeitverwaltung in der Demo prüfen | ≈ Ticketing über Integrationen, in der Demo prüfen | ✓ REST API und Webhooks, API-Token in jedem Plan | ✓ Cloud-Dienst des Herstellers | Zum Profil → |
| weclappCloud-ERP mit CRM, Projekten und Zeiterfassung | KMU | ab 86 €/Nutzer/Mo (mit CRM) | ✓ Add-on Contract Management | ✓ Add-on Helpdesk, Projekte und Zeiterfassung im Paket ERP Dienstleistung | ✓ API-Zugriff ab Paket ERP Dienstleistung | ✓ Cloud, Anbieter mit Sitz in Deutschland laut Profil | Zum Profil → |
| projectfactsDienstleister-Suite mit CRM, Projekten, Zeiterfassung | Mittelstand | 29 €/Nutzer/Mo netto | ≈ Verträge nicht als Modul gelistet, in der Demo prüfen | ✓ Ticketsystem und Zeiterfassung enthalten | ✓ offene API laut Hersteller | ✓ Cloud aus deutschen Rechenzentren oder eigener Server | Zum Profil → |
| ZeyOSCRM, ERP und Collaboration, Branchenlösung IT-Services | KMU | auf Anfrage, laut Profil bis 5 Nutzer kostenlos | ✓ Modul Verträge laut Hersteller | ✓ Modul Tickets laut Hersteller | ✓ OpenAPI-basierte REST-API laut Hersteller | ✓ Cloud-Plattform | Zum Profil → |
| 1CRMCRM mit Marketing, Projekten und Service, visual4 | Mittelstand | auf Anfrage | ≈ in der Demo prüfen | ✓ Kundenservice im Funktionsumfang laut Hersteller | ✓ offene REST API laut Hersteller | ✓ lokal oder Cloud laut Profil | Zum Profil → |
| TOPIX CRMAll-in-One mit ERP, HR und Finance | Mittelstand | je Funktionsbereich und Nutzer, auf Anfrage | ≈ in der Demo prüfen | ≈ Servicevorgänge laut Profil, Ticketing in der Demo prüfen | ≈ Schnittstellen laut Hersteller (unter anderem DATEV, Webshops), offene API in der Demo prüfen | ✓ Cloud oder On-Premises, Serverstandort Deutschland laut Profil | Zum Profil → |
Listenpreise laut Herstellerseiten, Stand 6. Oktober 2026, Preise je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, soweit angegeben. Quellen: Salesforce, SuperOffice (die deutschsprachige Seite superoffice.de/preise weist abweichend fünf Pakete ab 45 € aus), Pipedrive, weclapp, projectfacts, Systemhaus.One, ZeyOS, 1CRM, TOPIX, Salesforce REST API, Pipedrive API. Hosting, Branchen und die Angabe zu ZeyOS laut Profilen im Find-Your-CRM-Katalog. Weitere Katalogsysteme mit IT-Bezug: berliCRM, CRM-Now, PROCRM, itacom CRM.
Schnittstellen,
an denen die Auswahl hängt.
Ein Systemhaus betreibt mehr Fachsysteme als die meisten Kunden: ERP, PSA, Ticketsystem, Monitoring, Remote-Management, Distributorenportale, Telefonie und Dokumentation. Das CRM muss davon die relevanten Daten kennen, ohne dass jemand sie doppelt pflegt. Entscheidend sind eine dokumentierte API, Webhooks und belegte Standardkonnektoren. Wie sich CRM und ERP abgrenzen, erklärt CRM vs. ERP: Abgrenzung, Schnittstellen und Integration.
ERP: Artikel, Aufträge, Rechnungen
Das ERP bleibt führend für alles, was gebucht, bestellt und berechnet wird. Das CRM braucht davon Artikelstamm, Preise, Aufträge, Rechnungsstatus und Zahlungsverhalten. Systemhaus.One bringt Warenwirtschaft und Finanzfunktionen auf Basis von SAP Business One selbst mit, weclapp und TOPIX CRM sind Teil einer ERP-Plattform.
- Zurück ins CRM: Auftragsstatus, Rechnungen, offene Posten, Umsätze je Vertrag
- Ins ERP: Angebote als Aufträge, Vertragspositionen für die Abrechnung
- ERP-Systeme vergleichen: Find-Your-ERP
Ticketsystem und PSA
Die Autotask PSA bietet laut Herstellerdokumentation eine REST-API mit JSON, über die sich unter anderem Tickets und Firmen anlegen und abfragen lassen. Zammad unterstützt laut Dokumentation Zugriff über REST und JSON mit Token oder OAuth2, die Jira Service Management Cloud stellt Ressourcen für Kunden, Anfragen, Organisationen und Servicedesks bereit. Prüfen Sie, ob Ihr CRM einen fertigen Konnektor hat oder die Anbindung als Projekt entsteht.
- Kunden- und Organisationsabgleich in beide Richtungen
- Ticketzahl, Status und SLA-Daten als Kennzahl in der Kundenakte
- Verbrauchte Stunden gegen Vertragskontingent
Monitoring und Fernwartung
Monitoring-Systeme wie Zabbix stellen laut Dokumentation eine JSON-RPC-API bereit, mit der sich Konfiguration abfragen und ändern lässt und die Zugriff auf historische Daten bietet. Für das CRM sind daraus vor allem die Geräte-, Standort- und Vertragszuordnung sowie schwere Störungen interessant, nicht jedes einzelne Ereignis. So erkennt der Vertrieb Kunden mit wiederkehrenden Ausfällen und kann Verbesserungen anbieten, ohne die Datenflut ins CRM zu kopieren.
- Zuordnung Host zu Kunde, Vertrag und Standort
- Schwere Störungen als Hinweis oder Aufgabe für den Account Manager
- Keine Rohdaten ins CRM, nur verdichtete Kennzahlen
Distributoren, Hersteller und Marktplätze
Preise und Verfügbarkeiten entstehen beim Distributor. Ingram Micro beschreibt auf dem Entwicklerportal APIs, um Katalog, Preis, Verfügbarkeit und Lagerbestand abzufragen sowie Bestellungen und Rechnungen zu verarbeiten. Microsoft stellt für den Co-sell-Austausch Connectoren bereit, die Empfehlungen im CRM bearbeitbar machen. Die Hersteller- und Distributorenanbindung ist selten Standard und gehört in die Projektschätzung.
- Katalog und Preise per API in das Angebot übernehmen
- Bestellstatus und Lieferzeit in der Auftragsansicht
- Co-sell-Empfehlungen im CRM statt im Hersteller-Portal bearbeiten
Kommunikation und Dokumente
E-Mail, Kalender, Telefonie (CTI, Computer Telephony Integration) und Dokumentenablage entscheiden über die Akzeptanz im Alltag. PROCRM verbindet laut Profil CRM mit dem eigenen VoIP-System ORGAPHON und mit ELOprofessional, 1CRM nennt Integrationsmöglichkeiten für CTI, Business Intelligence und E-Commerce. Klären Sie, ob Anrufe, Mails und Angebote automatisch an die Kundenakte hängen.
- Mailverlauf und Termine automatisch in der Akte
- Anrufprotokoll per CTI mit Kundenzuordnung
- Dokumente im DMS verlinkt statt kopiert
API, Webhooks und eigene Erweiterungen
Systemhäuser und Softwarehäuser bauen Integrationen oft selbst. Dafür zählen die Qualität der API-Dokumentation, Authentifizierung per Token oder OAuth, Webhooks für Ereignisse, Testumgebung (Sandbox) und klare Limits. Pipedrive stellt laut Herstellerseite in jedem Plan einen API-Token bereit, ZeyOS beschreibt eine OpenAPI-basierte REST-API, die Salesforce-REST-API ist ressourcenbasiert und dokumentiert. Fragen Sie nach Aufrufgrenzen und Versionierung.
- Dokumentierte REST-API mit Versionierung und Fehlerbeschreibung
- Webhooks, damit Systeme nicht ständig abfragen müssen
- Sandbox für Tests ohne Risiko für Produktivdaten
Quellen: Autotask REST API, Zammad REST API, Jira Service Management Cloud REST API, Zabbix API, Ingram Micro Developer, Microsoft Partner Center, Pipedrive CRM API, Salesforce REST API, ZeyOS. Abgerufen am 6. Oktober 2026.
Sechs Regelungen,
die das Systemhausgeschäft berühren.
Ein Systemhaus verarbeitet Kundendaten im Auftrag, wirbt bei Bestandskunden und unterliegt als IT-Dienstleister inzwischen eigenen Sicherheitspflichten. Die folgenden Hinweise ordnen die wichtigsten Normen ein, ersetzen aber keine Rechtsberatung. Besonders relevant sind sie, wenn Kundendaten im CRM, in der PSA und im Ticketsystem zusammenlaufen.
Wartung und Fernwartung nach Art. 28 DSGVO
Greifen Sie im Rahmen von IT-Wartung oder Fernwartung auf personenbezogene Daten Ihrer Kunden zu, handelt es sich laut Kurzpapier Nr. 13 der Datenschutzkonferenz (DSK) um eine Form der Auftragsverarbeitung, und die Anforderungen des Art. 28 DSGVO sind umzusetzen. Für das CRM heißt das: Je Kunde dokumentieren, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag besteht und welche Unterauftragnehmer eingesetzt werden. Zugriffsrechte auf Kundendaten sollten im CRM und in der PSA getrennt nach Rolle vergeben werden.
- Vertrag zur Auftragsverarbeitung je Kunde mit Datum und Version ablegen
- Unterauftragnehmer und Rechenzentrumsstandorte dokumentieren
- Zugriffe auf Kundensysteme nachvollziehbar protokollieren
E-Mail-Werbung an Bestandskunden: § 7 Abs. 3 UWG
Werbung per E-Mail ist ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung unzulässig (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG). Eine Ausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG gilt unter vier Bedingungen: Die Adresse stammt aus einem Verkauf, sie wird für ähnliche eigene Waren oder Dienstleistungen genutzt, der Kunde hat nicht widersprochen, und er wird bei Erhebung und jeder Verwendung auf das Widerspruchsrecht hingewiesen. Die DSK hält Double-Opt-In für die Einwilligung per E-Mail für geboten (Orientierungshilfe Direktwerbung, Abschnitt 3.3).
- Herkunft, Einwilligung und Widerspruch je Kontakt speichern
- Werbesperre systemweit durchsetzen, auch in Marketing-Tools
- Newsletter und Vertriebsmail technisch trennen
Systemhäuser als Managed Services Provider: BSIG
Managed Services Provider stehen in Anlage 1 zum BSI-Gesetz (Nr. 6.1.10). Nach § 28 Abs. 2 BSIG gelten Einrichtungen dieser Art als wichtig, wenn sie mindestens 50 Mitarbeiter beschäftigen oder Jahresumsatz und Bilanzsumme jeweils über 10 Millionen Euro liegen; als besonders wichtig nach § 28 Abs. 1 BSIG ab 250 Mitarbeitern oder über 50 Millionen Euro Umsatz bei über 43 Millionen Euro Bilanzsumme. Das Gesetz ist am 06.12.2025 in Kraft getreten. Ob Ihr Haus betroffen ist, sollten Sie anhand der BSI-Betroffenheitsprüfung klären.
- Kundenstamm, Verträge und Zugangsdaten sind Teil der Informationssicherheit
- Rollenkonzept, Protokollierung und Löschfristen im CRM nachweisen
- Lieferketten: Auch Ihr CRM-Anbieter ist ein Dienstleister, Vertrag prüfen
Softwarehäuser als Hersteller: CRA
Die EU-Verordnung 2024/2847, der Cyber Resilience Act (CRA), verpflichtet Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen. Die Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle nach Art. 14 gelten seit dem 11. September 2026, die übrigen Pflichten ab dem 11. Dezember 2027. Gemeldet wird über die von ENISA entwickelte Single Reporting Platform. Ob Ihre Produkte darunter fallen, etwa lokal installierte Software, ist im Einzelfall zu prüfen.
- Produktversionen und Kunden zuordnen, damit Sicherheitsmeldungen gezielt ankommen
- Ansprechpartner und Eskalationswege je Produkt im CRM führen
- Sicherheitsupdates als Ereignis in der Kundenhistorie dokumentieren
Angebote, Verträge und Löschkonzept
Nach § 257 Abs. 1 Nr. 2 und 3 HGB sind empfangene und abgesandte Handelsbriefe geordnet aufzubewahren, die Frist beträgt nach Abs. 4 sechs Jahre, für Buchungsbelege acht Jahre. Die Abgabenordnung nennt in § 147 Abs. 3 dieselben Fristen. Im CRM bedeutet das: Angebote, Auftragsbestätigungen und Vertragskorrespondenz sollten nicht vorzeitig gelöscht werden, personenbezogene Daten von Interessenten ohne Geschäft dagegen schon. Ein Löschkonzept legt die Fristen je Datenart fest.
- Fristen je Dokumentart im CRM oder im angebundenen DMS hinterlegen
- Inaktive Leads nach definierter Frist löschen
- Archivierung der Angebote mit Versionsstand
Betriebsrat und Vertragsklauseln
Die Einführung technischer Einrichtungen, die zur Überwachung von Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer bestimmt sind, unterliegt der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Auswertungen je Mitarbeitendem im CRM sollten Sie deshalb früh mit dem Betriebsrat klären. Für Wartungsverträge gilt: Gegenüber Unternehmern ist § 309 BGB nach § 310 Abs. 1 BGB nicht direkt anwendbar, über § 307 BGB können Klauseln aber unwirksam sein. Lassen Sie Laufzeit- und Verlängerungsklauseln juristisch prüfen.
- Betriebsvereinbarung zu Auswertungen und Aktivitätsdaten
- Mustervorlagen für Verträge im CRM mit Versionsstand
- Verlängerungsklauseln und Preisanpassung prüfen lassen
Quellen: DSK Kurzpapier Nr. 13, 16.01.2018, DSK Orientierungshilfe Direktwerbung, Februar 2022, § 7 UWG, § 28 BSIG, Anlage 1 BSIG, BSI NIS-2 FAQ, BSI zum CRA, 11.09.2026, EU-Kommission: CRA, § 257 HGB, § 147 AO, § 87 BetrVG, § 310 BGB. Abgerufen am 6. Oktober 2026.
Rechenbeispiel Gesamtkosten
für ein Systemhaus mit 30 CRM-Nutzern.
Rechenbeispiel von Find-Your-CRM, kein Angebot eines Herstellers: Ein Systemhaus mit rund 80 Mitarbeitenden führt ein CRM für 30 Nutzer ein, davon 8 im Vertrieb, 6 im Account Management, 12 im Service und Projektleitung und 4 in Geschäftsführung und Marketing. Angebunden werden ERP, Ticketsystem und ein Distributor. Die Spannen beruhen auf Listenpreisen der Hersteller und Erfahrungswerten von Find-Your-CRM aus Auswahlprojekten. Interne Personalkosten für Projektleitung und Key-User sind nicht enthalten.
| Kostenblock | Annahme | Einmalig | Laufend pro Jahr | Summe 3 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| LizenzenMittelstands-CRM mit Servicefunktionen | 30 Nutzer zu 40 bis 110 € je Nutzer und Monat | 0 € | 14.400 bis 39.600 € | 43.200 bis 118.800 € |
| EinführungKonfiguration und Prozesse | Workshops, Pipeline, Rollen, Berichte, Angebotsvorlagen, Vertragsfelder | 20.000 bis 45.000 € | 0 € | 20.000 bis 45.000 € |
| IntegrationERP, Ticketsystem, Distributor | Stammdaten, Verträge, Tickets, Preise und Bestellungen | 15.000 bis 35.000 € | 3.000 bis 8.000 € | 24.000 bis 59.000 € |
| DatenmigrationAltsystem, Excel und Vertragsordner | Kunden, Kontakte, Verträge, Assets und offene Angebote bereinigen | 6.000 bis 15.000 € | 0 € | 6.000 bis 15.000 € |
| SchulungKey-User-Konzept | 30 Anwender in Vertrieb, Service und Projekt | 4.000 bis 9.000 € | 0 € | 4.000 bis 9.000 € |
| BetriebAdministration und Weiterentwicklung | Externer Support, kleine Anpassungen, Releases | 0 € | 5.000 bis 12.000 € | 15.000 bis 36.000 € |
| GesamtSumme der Zeilen | 30 Nutzer, 3 Jahre | 45.000 bis 104.000 € | 22.400 bis 59.600 € | 112.200 bis 282.800 € |
Rechenbeispiel von Find-Your-CRM. Die Lizenzspanne von 40 bis 110 € je Nutzer und Monat orientiert sich an Systemen von projectfacts (29 € netto laut Herstellerseite, zuzüglich Hosting und Support) und weclapp (86 € mit CRM laut Preisseite) bis zu Vertriebsplattformen wie Salesforce (Pro Suite 100 € laut Preisseite) und berücksichtigt Zusatzkosten für Hosting, Support und Add-ons. Zusätzlich einplanen: 0,3 bis 0,5 Vollzeitstellen intern im Einführungsjahr (Erfahrungswerte von Find-Your-CRM). Alle Beträge netto, Stand Oktober 2026. Hinweis zur Cloud-Kostenentwicklung: Laut Bitkom Cloud-Report 2026 stiegen 2025 bei 64 % der cloud-nutzenden Unternehmen die Betriebskosten, 54 % erwarten 2026 weitere Steigerungen.
Veröffentlichte Preise
ausgewählter Systeme im Überblick.
Die Tabelle zeigt, was Hersteller öffentlich ausweisen. Preise gelten je Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, soweit nicht anders angegeben, und sind Listenpreise ohne Rabatt. Systeme ohne öffentliche Preisliste stehen mit auf Anfrage in der Übersicht, nicht weil sie teurer sind, sondern weil die Konditionen vom Funktionsumfang abhängen.
| System | Einstieg | Mittlere Stufe | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Salesforce Sales CloudStarter Suite, Pro Suite, Core | 25 € | 100 € (Pro Suite), 195 € (Core) | Angebotserstellung und Prognosen im Paket Pro Suite laut Preisseite |
| PipedriveLite, Growth, Premium, Ultimate | 14 € | 39 € (Growth), 59 € (Premium) | Verträge und eSignatures ab Premium, Projects als Add-on ab 16 € laut Preisseite |
| weclappERP Starter, Dienstleistung, Handel | 39 € netto | 86 € netto (ERP Dienstleistung) | CRM, Projekte, Zeiterfassung und API-Zugriff ab ERP Dienstleistung, Add-ons je 55 € pro Monat (Bezug in der Demo klären) |
| projectfactsalle Module in einer Edition | 29 € netto | keine Stufen | Hosting ab 10 € im Monat laut Herstellerseite |
| SuperOfficeSales, Service, Marketing | ab 52 € (Service) | ab 64 € (Sales) | Marketing ab 320 € je Standort und Monat, die CRM Suite laut Preisseite ideal für Unternehmen ab 10 Mitarbeitenden. Die deutschsprachige Seite superoffice.de/preise weist abweichend fünf Pakete ab 45 € (Starter) aus, Umfang und Preis vorab klären |
| Systemhaus.One, ZeyOS, 1CRM, TOPIX CRMPreise nicht öffentlich ausgewiesen | auf Anfrage | auf Anfrage | ZeyOS laut Profil für bis zu fünf Nutzer kostenlos, TOPIX rechnet nach Funktionsbereich und Nutzer ab |
Preise laut Herstellerseiten, Stand 6. Oktober 2026: Salesforce, Pipedrive, weclapp, projectfacts, SuperOffice, SuperOffice Deutschland. Angaben zu ZeyOS laut Profil im Katalog. Weitere Informationen zu Modellen und Kosten finden Sie unter Preise und Modelle.
Auswahl und Einführung
im Systemhaus in sechs Schritten.
Die Schritte folgen der allgemeinen Methodik von Find-Your-CRM und ergänzen die Besonderheiten des Systemhausgeschäfts. Details zu Phasen und Kriterien finden Sie unter CRM auswählen: fünf Phasen, acht Kriterien und CRM einführen: Phasen, Rollen und Erfolgsfaktoren. Übersichtsseiten zur Methodik bietet der Hub CRM-Auswahl: Vorgehen, Kriterien und Erfolgsfaktoren.
Erlösarten und Prozesse aufnehmen
Ordnen Sie Ihren Umsatz nach Projekt, Handel, Lizenz und Abonnement, Wartung und Managed Services. Zeichnen Sie den Weg vom Erstkontakt über Angebot und Projekt bis zur Vertragsverlängerung auf. Beziehen Sie Vertrieb, Service, Projektleitung, Einkauf, Buchhaltung und Geschäftsführung von Beginn an ein.
Datenhoheit und Systemlandschaft festlegen
Legen Sie fest, welches System Kunden, Verträge, Artikel, Assets und Tickets führt, und dokumentieren Sie die Datenflüsse in einer Integrationsmatrix. Klären Sie, ob ein ERP- oder PSA-System die Verträge führt und das CRM sie nur anzeigt, oder ob das CRM die Vertragsverwaltung übernimmt. Eine Doppelpflege ist der häufigste Grund für schlechte Datenqualität.
Anforderungen gewichten und Shortlist bilden
Übersetzen Sie die Prozesse in einen gewichteten Anforderungskatalog mit Muss- und Kann-Kriterien. Das CRM-Matching erzeugt aus Ihrer Unternehmens-URL automatisch ein Anforderungsprofil und in rund 6 Minuten eine dokumentierte Shortlist aus über 150 CRM-Systemen, kostenlos und ohne Registrierung. Drei bis fünf Kandidaten sind für die Demo-Phase ein guter Umfang.
Gemeinsam bewerten und Demos mit eigenen Daten führen
Im Selection Portal bewerten Vertrieb, Marketing und Service gemeinsam, dort liegen auch IT-Systemlandschaft, Anforderungsmanagement und der direkte Anbieterkontakt. Lassen Sie in der Demo reale Fälle durchspielen: einen Servicevertrag mit Verlängerung, ein Angebot mit Stückliste, einen Ticketabgleich über die Schnittstelle. Wie der Ablauf insgesamt aussieht, zeigt Wie es funktioniert.
Schnittstellen und Datenmigration im Pilot prüfen
Bauen Sie die wichtigste Integration, meist ERP oder Ticketsystem, im Pilot mit echten Daten und prüfen Sie Laufzeit, Fehlerbehandlung und Abgleichregeln. Bereinigen Sie Verträge, Kunden und Assets vor dem Import. Hinweise zu Risiken und Checkliste bietet CRM migrieren: Risiken, Vorgehen und Checkliste.
Einführen, Verlängerungsprozess messen, nachsteuern
Starten Sie mit einem Team und weiten Sie schrittweise aus. Messen Sie früh die Verlängerungsquote, die Zahl rechtzeitig angelegter Verlängerungs-Opportunities und die Pflege der Vertragsdaten. Klären Sie die Mitbestimmung des Betriebsrats rechtzeitig und legen Sie Verantwortliche für Datenqualität fest.
Die Reihenfolge folgt der Methodik von Find-Your-CRM. Aussagen zu Prozessen und Kennzahlen sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist ein CRM für IT-Systemhäuser?
Ein CRM für IT-Systemhäuser ist eine Software für Kundenbeziehungen, die Projekt-, Handels- und Servicegeschäft in einer Kundenakte zusammenführt. Anders als allgemeine CRM-Systeme bildet es Wartungs- und Supportverträge, Lizenzen und Abonnements, Angebote mit Stücklisten und Herstellerprogramme ab. Die Grundlagen erklärt Was ist ein CRM?. Systemhaus.One ist ein Produkt im Katalog, nicht der Oberbegriff.
Welches CRM ist das beste für ein Systemhaus?
Ein bestes CRM gibt es nicht, es hängt von Erlösmix, Größe und Systemlandschaft ab. Branchenlösungen wie Systemhaus.One bringen Vertragsverwaltung und MSP-Daten mit, Dienstleister-Suiten wie projectfacts verbinden Projekte mit Zeiterfassung, Plattformen wie Salesforce bieten Skalierung und Ökosystem. Eine dokumentierte Shortlist liefert das CRM-Matching.
Brauche ich als MSP ein CRM oder reicht eine PSA?
Eine PSA (Professional Services Automation) steuert Tickets, Zeiten und Abrechnung, ein CRM steuert Vertriebsprozess, Marketing und Kundenbeziehung. Kleine Häuser kommen mit einer Suite aus, die beides enthält, etwa projectfacts oder weclapp. Sobald mehrere Account Manager Pipeline, Verlängerungen und Kampagnen steuern, lohnt ein eigenständiges CRM mit Schnittstelle zur PSA. Entscheidend ist, dass die Vertragsdaten nur an einer Stelle gepflegt werden.
Wie verwalte ich Wartungs- und Supportverträge im CRM?
Als strukturierte Datensätze mit Laufzeit, Kündigungsfrist, Leistungsumfang, SLA-Stufe, Preis und zugeordneten Geräten oder Nutzern. Aus dem Laufzeitende erzeugt das System 90 bis 180 Tage vorher eine Aufgabe und eine Verlängerungs-Opportunity. Der Zeitraum ist ein Erfahrungswert von Find-Your-CRM und hängt von Ihrer Kündigungsfrist ab. Prüfen Sie in der Demo, ob Preisanpassungen und Teilkündigungen abbildbar sind.
Wie bilde ich Microsoft-CSP-Abonnements im CRM ab?
Als Abonnementposition je Kunde mit Menge, Laufzeit, Einkaufs- und Verkaufspreis. Nach dem neuen Handelsmodell sind laut Microsoft Partner Center bei vielen Abonnements monatliche, jährliche oder dreijährige Laufzeiten möglich, und Abonnements lassen sich nur in den ersten sieben Tagen kündigen. Wichtig sind deshalb Laufzeitenden, Mengenänderungen und der Abgleich mit der Abrechnung. Spezialisierte Lösungen wie Systemhaus.One automatisieren laut Hersteller MSP- und CSP-Daten.
Was kostet ein CRM für ein Systemhaus?
Im Rechenbeispiel von Find-Your-CRM für 30 Nutzer liegen die Gesamtkosten über drei Jahre bei rund 112.000 bis 283.000 €. Veröffentlichte Listenpreise reichen je Nutzer und Monat von 14 € bei Pipedrive Lite über 29 € bei projectfacts bis 100 € bei Salesforce Pro Suite (Stand 6. Oktober 2026). Im Rechenbeispiel entsprechen die Einmalkosten für Einführung, Integration, Migration und Schulung etwa zwei bis drei Jahreslizenzen. Anbieter ohne öffentliche Preisliste nennen Konditionen auf Anfrage.
Kann ein CRM Angebote mit Stücklisten erstellen?
Ja, aber der Umfang unterscheidet sich stark. Einfache Angebotsfunktionen mit Artikelstamm und Paketen reichen für viele Systemhäuser, komplexe Konfigurationen mit Abhängigkeiten brauchen CPQ (Configure, Price, Quote) oder die Warenwirtschaft eines ERP. Salesforce nennt Angebotserstellung und Prognosen im Paket Pro Suite. Prüfen Sie, ob Einkaufspreise, Marge und Distributorenpreise im Angebot sichtbar sind und ob der Auftrag automatisch ins ERP übergeht.
Wie binde ich Ticketsystem und Monitoring an das CRM an?
Über die API des Ticketsystems und Webhooks, nicht über manuelle Exporte. Autotask, Zammad und die Jira Service Management Cloud stellen dokumentierte REST-Schnittstellen bereit, Zabbix eine JSON-RPC-API. Übertragen Sie verdichtete Daten wie Ticketzahl, SLA-Status und schwere Störungen, nicht jedes Ereignis. Klären Sie vorab, ob das CRM einen fertigen Konnektor anbietet, denn eine individuelle Anbindung ist ein eigenes Projekt.
Wie nutze ich das CRM für Cross- und Upselling im Bestand?
Indem Sie Vertrags-, Asset- und Ticketdaten zu Segmenten verbinden und daraus Aufgaben für Account Manager erzeugen. Beispiele sind Geräte kurz vor Support-Ende, Kunden ohne Backup- oder Security-Baustein oder Verträge mit niedriger SLA-Stufe. Voraussetzung sind gepflegte Assets und eine saubere Zuordnung zum Vertrag. Ohne diese Datenbasis bleibt Cross-Selling Bauchgefühl.
Darf ich Bestandskunden Werbung per E-Mail schicken?
Unter vier Bedingungen ja, nach § 7 Abs. 3 UWG: Die Adresse stammt aus einem Verkauf, Sie bewerben ähnliche eigene Waren oder Dienstleistungen, der Kunde hat nicht widersprochen, und Sie weisen bei Erhebung und jeder Verwendung auf das Widerspruchsrecht hin. Für alle anderen Empfänger braucht es eine ausdrückliche Einwilligung, die DSK hält Double-Opt-In dafür für geboten. Das CRM sollte Herkunft, Einwilligung und Widerspruch je Kontakt speichern und die Werbesperre systemweit durchsetzen. Details zu Kampagnen beschreibt Marketing Automation im CRM.
Ist mein Systemhaus von NIS-2 betroffen?
Möglicherweise, denn Managed Services Provider stehen in Anlage 1 zum BSI-Gesetz (Nr. 6.1.10). Nach § 28 Abs. 2 BSIG gelten sie ab 50 Mitarbeitern oder über 10 Millionen Euro Jahresumsatz und Bilanzsumme als wichtige Einrichtung, die BSI-FAQ erläutert, dass es auf Installation, Verwaltung, Betrieb oder Wartung von IKT-Systemen ankommt. Das Gesetz ist am 06.12.2025 in Kraft getreten, bis 30.06.2026 hatten sich 17.729 Unternehmen beim BSI registriert. Nutzen Sie die Betroffenheitsprüfung des BSI und holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein.
Gilt der Cyber Resilience Act für Softwarehäuser?
Ja, wenn Sie Produkte mit digitalen Elementen unter eigenem Namen in Verkehr bringen. Die Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen nach Art. 14 gelten seit dem 11. September 2026, die übrigen Pflichten ab 11. Dezember 2027. Ob reine Cloud-Dienste oder lokal installierte Software betroffen sind, ist im Einzelfall zu prüfen. Im CRM hilft die Zuordnung von Produktversionen zu Kunden, damit Sicherheitsmeldungen gezielt ankommen.
Soll ein Systemhaus sein eigenes CRM entwickeln?
In der Regel nein, außer das CRM ist selbst Teil des Produktangebots. Einige Systemhäuser haben eigene Lösungen aufgebaut und vertreiben sie, im Katalog finden sich etwa itacom CRM und PROCRM. Für das eigene Haus lohnt sich meist ein Standardsystem mit offener API, das Sie über Schnittstellen erweitern. Das spart Wartung und Release-Pflege, die sonst Entwicklerkapazität binden.
Wie lange dauert die Einführung eines CRM im Systemhaus?
Rechnen Sie mit zwei bis fünf Monaten bis zum Rollout, wenn ERP- oder Ticketanbindung und Datenmigration enthalten sind. Eine stabile Schnittstelle braucht erfahrungsgemäß vier bis zehn Wochen, die Bereinigung von Verträgen und Assets verlängert das Projekt oft. Die Zeitspannen sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM. Einen Überblick über Phasen und Rollen bietet CRM einführen.
Welche Software braucht ein Systemhaus außer einem CRM?
Typisch sind ERP oder Warenwirtschaft, PSA oder Ticketsystem, Remote-Management und Monitoring, Dokumentation, Telefonie und Buchhaltung. Das CRM ist der Ort für Vertrieb, Marketing und Kundenbeziehung, nicht für alle diese Aufgaben. Prüfen Sie je System, welches die Daten führt, und halten Sie das in einer Integrationsmatrix fest. Ergänzende Systeme finden Sie auch bei den Schwesterseiten Find-Your-ERP und Find-Your-BI.
Wie finde ich das passende CRM für mein Systemhaus?
Am schnellsten über ein strukturiertes Matching mit Ihrem Anforderungsprofil. Im CRM-Matching geben Sie Ihre Unternehmens-URL ein, das Anforderungsprofil entsteht automatisch, und Sie erhalten in rund 6 Minuten eine dokumentierte Shortlist, kostenlos und ohne Registrierung. Für die gemeinsame Bewertung mit Vertrieb, Marketing und Service und den direkten Anbieterkontakt nutzen Sie das Selection Portal.
Das passende CRM
für Ihr Systemhaus.
Geben Sie Ihre Unternehmens-URL ein: Das Anforderungsprofil entsteht automatisch, die dokumentierte Shortlist aus über 150 CRM-Systemen liegt in rund 6 Minuten vor, kostenlos und ohne Registrierung. Für die gemeinsame Bewertung mit Vertrieb, Marketing und Service nutzen Sie das Selection Portal.