CRM Software · Handwerk, Bau und Solar

CRM für Handwerk, Bau und Solar.
Vom Aufmaß bis zur Wartung in einem System.

CRM-Software (Customer Relationship Management, also Kundenbeziehungsmanagement) für Handwerksbetriebe (SHK, Elektro, Dachdecker, Tischler), Bauunternehmen und Solar- und Photovoltaikinstallateure mit 5 bis 100 Mitarbeitenden im DACH-Raum: Anfragen aus Website und Portalen annehmen, Angebote nachfassen, Aufmaß und Fotos mobil erfassen, Baustellen und Termine planen und Wartungsverträge im Bestand verlängern. Diese Fachseite zeigt, welche Funktionen im Betrieb zählen, wie das CRM mit Handwerkersoftware, Warenwirtschaft und Buchhaltung zusammenspielt, welche Systeme in Frage kommen und was ein Rollout für 10 Nutzer über drei Jahre kostet. Ihre dokumentierte Shortlist aus über 150 CRM-Systemen erhalten Sie im CRM-Matching für Handwerk, Bau und Solar in rund 6 Minuten, kostenlos und ohne Registrierung.

Angebote und NachfassenAufmaß und Fotos mobilBaustellen und TermineWartungsverträgeHandwerkersoftware und DATEVE-Rechnung und DSGVO
1 Mio.
Handwerksbetriebe mit rund 6 Mio. Beschäftigten in Deutschland, laut Spitzenverband ZDH (Stand 07.10.2026)
68 %
der Handwerksbetriebe versenden Angebote digital, 62 % Rechnungen, 56 % nutzen Cloud-Lösungen (Bitkom Research, 504 Betriebe, 2025)
16,4 GW
neue Photovoltaik-Leistung in Deutschland 2025, insgesamt 117 GW Ende 2025 (Bundesnetzagentur, 8. Januar 2026)
89 %
der Betriebe berichten, dass Kunden individuelle Angebote erwarten; 85 % sehen den Wunsch nach ständiger Verfügbarkeit (Bitkom Research, 2025)
Ausgangslage

Warum Handwerk, Bau und Solar
ein eigenes CRM-Profil brauchen.

Ein Handwerksbetrieb verkauft selten ab Lager: Jeder Auftrag beginnt mit einer Anfrage, einem Vor-Ort-Termin und einem Angebot, das der Kunde oft erst nach Wochen beantwortet. Nach der Abnahme beginnt das zweite Geschäft aus Wartung, Service und Folgeaufträgen. Ein CRM muss deshalb Anfrage, Aufmaß, Angebot, Baustelle und Wartungsvertrag zu einer Kundenakte verbinden. Die Grundlagen der Software-Kategorie erklärt Was ist ein CRM: Definition, Funktionen und Auswahl, diese Fachseite vertieft die Praxis im Betrieb.

Ohne branchentaugliches CRM

  • Anfragen liegen in Mailpostfach, Notizzettel und Telefonliste. Wer sie bearbeitet und wann zurückgerufen wird, weiß niemand sicher.
  • Angebote gehen raus und werden nicht nachgefasst, weil kein System an den offenen Stand erinnert.
  • Maße, Fotos und Absprachen vom Vor-Ort-Termin stecken im Handy des Monteurs oder auf einem Zettel im Auto.
  • Das Büro tippt Daten aus Angebot, Auftrag und Rechnung mehrfach ab, Fehler fallen erst auf der Rechnung auf.
  • Wartungsverträge laufen unbemerkt aus oder werden Jahre nicht angepasst.
  • Der Chef kennt die Auftragslage nur aus dem Bauch: Wie viele Angebote liegen offen, wie viel Umsatz steckt darin?
  • Beim Ausfall eines Mitarbeiters ist das Wissen über Kunden und Objekte weg.

Mit branchentauglichem CRM

  • Jede Anfrage wird mit Quelle, Gewerk und Frist erfasst und einer Person zugeteilt.
  • Offene Angebote haben Status, Wert und Wiedervorlage, die Pipeline ist für die Geschäftsführung sichtbar.
  • Aufmaß, Fotos und Unterschrift entstehen mobil und hängen direkt am Auftrag.
  • Positionen, Preise und Artikel kommen aus Handwerkersoftware oder Warenwirtschaft und werden nicht neu getippt.
  • Fällige Wartungen und auslaufende Verträge erzeugen automatisch Aufgaben und Terminvorschläge.
  • Auftragseingang, Angebotsvolumen und Quote aus Angeboten zu Aufträgen sind jederzeit abrufbar.
  • Die Objekthistorie bleibt im Betrieb, auch wenn Mitarbeitende wechseln.

Quellen: Bitkom Research, Digitalisierung im Handwerk 2025 (504 Handwerksunternehmen, Befragung in den Kalenderwochen 23 bis 29 2025): 85 % bieten mindestens einen digitalen Service an, 72 % haben nach eigenen Angaben zu viel zu tun, um sich mit Digitalisierung zu beschäftigen (siehe auch Bitkom-Pressemitteilung vom 28. August 2025); ZDH. Die Gegenüberstellung beruht auf Erfahrungswerten von Find-Your-CRM. Stand Oktober 2026.

Vertrieb bis Rechnung

Neun Bausteine,
die im Handwerk zählen.

Diese Bausteine unterscheiden ein handwerkstaugliches CRM von einer reinen Adressverwaltung. Nicht jeder Betrieb braucht alle neun in voller Tiefe: Ein Elektrobetrieb mit vielen Kleinaufträgen gewichtet Terminplanung und Rechnung, ein Solarbetrieb Besichtigung, Planung und Netzanmeldung. Nutzen Sie die Liste als Gliederung für Ihren Anforderungskatalog.

01 · Anfragen

Anfragen aus Website, Portalen und Telefon

Anfragen kommen per Kontaktformular, E-Mail, Telefon und über Vermittlungsportale. Das CRM legt jede Anfrage als Lead (Interessent mit konkretem Bedarf) an, ordnet sie Gewerk und Region zu und erinnert an die Rückmeldung. Fragen Kunden mehrere Betriebe parallel an, entscheidet oft die schnelle Rückmeldung (Erfahrungswert von Find-Your-CRM). Wie Sie Anfragen nach Abschlusswahrscheinlichkeit ordnen, beschreibt Lead-Scoring und Sales-Pipeline im CRM.

  • Quelle und Gewerk je Anfrage erfassen
  • Rückruf und Termin als Aufgabe mit Frist
  • Dubletten bei Mehrfachanfragen erkennen
02 · Angebote

Angebotsverwaltung und Nachfassen

Das Angebot ist der kritische Moment: Es liegt beim Kunden, und niemand weiß, ob es gelesen wurde. Das CRM führt jedes Angebot mit Status (offen, nachgefasst, beauftragt, verloren), Wert und Wiedervorlage. shm verwaltet Angebote im Auftragsprozess der Handwerkersoftware, Sollit (früher 2Solar) wirbt für Solarbetriebe mit bis zu viermal schnellerer Angebotserstellung (Herstellerangabe).

  • Wiedervorlage nach festen Zeiträumen, zum Beispiel nach 3 und 10 Tagen
  • Verlustgrund bei Absagen festhalten
  • Versionen und Nachträge nachvollziehbar führen
03 · Besichtigung

Vor-Ort-Termin und Terminplanung

Vor jedem Angebot steht oft eine Besichtigung. Das CRM bündelt Terminvorschläge, Kalender der Techniker und Anfahrtswege und bestätigt den Termin per E-Mail oder SMS. LEVETO nennt in der Solar-Edition eine Online-Terminbuchung mit Synchronisierung der Kalender, Sollit die digitale Vor-Ort-Erfassung von Inspektionsdaten.

  • Terminbestätigung und Erinnerung automatisch versenden
  • Anfahrt und Dauer in die Tagesplanung einrechnen
  • Besichtigungsprotokoll direkt an der Anfrage ablegen
04 · Aufmaß und Fotos

Aufmaß und Fotos mobil erfassen

Maße, Fotos und Unterschriften gehören an den Auftrag, nicht in die Galerie des Privathandys. shm beschreibt Aufmaß per Handeingabe oder Bluetooth-Lasermessgerät, Fotos von der Baustelle direkt im Projekt und die Kundenunterschrift auf mobilen Geräten. Laut Hersteller sind die Apps auch ohne Internetverbindung nutzbar; shm Mobil läuft auf Windows, shm Time auf Android und iOS. Prüfen Sie die Offline-Fähigkeit bei jedem System in der Demo, am besten im Keller oder Rohbau.

  • Foto mit Auftrag, Raum und Datum verknüpfen
  • Unterschrift auf Leistungsnachweis und Abnahme
  • Synchronisation nach Netzverlust testen
05 · Auftrag

Von der Kalkulation zur Auftragsbestätigung

Nach der Zusage wird aus dem Angebot ein Auftrag mit Leistungspositionen, Material und Terminen. Dabei sollen keine Daten doppelt erfasst werden: Positionen, Preise und Artikel stammen aus Handwerkersoftware oder Warenwirtschaft, das CRM führt den Kundenkontext. weclapp nennt auf der Branchenseite für Solar und Photovoltaik Angebotserstellung, flexible Auftragserfassung, Termin-Nachverfolgung, Anpassung während der Montage und Abschlagsabrechnung.

  • Angebot per Klick in Auftragsbestätigung wandeln
  • Materialliste und Lieferzeiten prüfen
  • Artikeldaten aus dem Großhandel einlesen, zum Beispiel per DATANORM
06 · Baustelle

Baustellen, Ressourcen und Termine

Zwischen Auftrag und Abnahme müssen Kolonnen, Material und Kundentermine zusammenpassen. Einige Systeme bringen eine eigene Planung mit: LEVETO ein Planer- und Montagemodul, work4all Projektmanagement mit Ressourcenplanung laut Herstellerseite. Wo das CRM keine Einsatzplanung hat, genügt eine saubere Schnittstelle zum Planungswerkzeug Ihres Betriebs.

  • Bautagebuch und Fotos je Baustelle
  • Termine mit Kunden und Gewerken abstimmen
  • Mehrleistungen und Nachträge dokumentieren
07 · Rechnung

Abschlag, Schlussrechnung und E-Rechnung

Mit der Rechnung endet der Auftrag kaufmännisch, und hier entscheidet sich die Liquidität. Das CRM zeigt offene Posten, Zahlungsstatus und Mahnstufe in der Kundenakte, auch wenn die Rechnung in Handwerkersoftware oder ERP entsteht. Für Rechnungen an andere Unternehmen sieht § 14 UStG das strukturierte elektronische Format vor, mit Übergangsfristen bis Ende 2027 (Einzelheiten im Abschnitt Recht und Datenschutz).

  • Abschlags- und Schlussrechnung je Auftrag
  • Offene Posten und Mahnstatus im Kundenkontext
  • ZUGFeRD oder XRechnung ausgeben
08 · Objektakte

Kundenakte mit Objekthistorie

Der Kunde ist im Handwerk oft ein Objekt: Haus, Heizung, Dach, Anlage. Eine Objektakte hält Baujahr, eingebaute Geräte, Fotos, Pläne, Wartungsstände und alle Ansprechpartner zusammen, etwa Eigentümer, Mieter und Hausverwaltung. Das ist der Unterschied zur reinen Kontaktverwaltung, die nur Personen kennt.

  • Objekt, Eigentümer und Mieter getrennt führen
  • Dokumente und Pläne am Objekt ablegen
  • Historie aller Einsätze ohne Rückfrage im Büro
09 · Bewertungen

Bewertungen und Empfehlungen

72 % der Handwerksbetriebe sehen in Online-Kundenbewertungen laut Bitkom Research eine große Möglichkeit, neue Aufträge zu gewinnen. Nach der Abnahme ist die Zufriedenheit am höchsten: Das CRM kann dann eine Bewertungsanfrage und später eine Empfehlungsanfrage auslösen. Für Werbung per E-Mail gelten die Regeln des § 7 UWG (siehe Recht und Datenschutz). Wie solche Abläufe aufgebaut werden, beschreibt Marketing Automation im CRM.

  • Bewertungsanfrage nach der Abnahme planen
  • Reklamationen vor der Bewertungsanfrage abfangen
  • Empfehlungen als Lead mit Quelle erfassen

Quellen: Bitkom Research 2025 (Kundenbewertungen, digitaler Angebots- und Rechnungsversand); shm: mobiles Arbeiten mit Aufmaß, Fotos, Unterschrift und Offline-Nutzung; Sollit Startseite, Sollit Verkauf und Sollit Design und Planung; LEVETO Editionen; weclapp Solar und Photovoltaik; work4all; § 14 UStG und § 7 UWG. Stand 07.10.2026.

Wartung und Service

Das Geschäft nach der Abnahme:
Wartung, Service und Folgeaufträge.

Nach der Abnahme beginnt für viele Betriebe das planbarste Geschäft: Wartung von Heizungen, Lüftungen, Elektroanlagen und Photovoltaikanlagen. Ein CRM, das die Anlagen beim Kunden kennt, verbindet dieses Geschäft mit dem Vertrieb. Jede Störung, jede Wartung und jedes Gerätealter ist ein Anlass für das nächste Angebot. Für Helpdesk-Prozesse im Detail lohnt der Blick auf CRM für Service und Helpdesk.

01 · Wartungsverträge

Wartungsverträge, die sich selbst melden

Wartungsverträge brauchen Laufzeit, Intervall, Preis und Kündigungsfrist je Objekt. Das CRM erzeugt daraus Terminvorschläge und Verlängerungsaufgaben, bevor der Vertrag ausläuft. weclapp nennt für Solarbetriebe Wartungsverträge als After-Sales-Baustein mit automatischer Auftragsanlage, Fristenkontrolle und automatischen Verlängerungen (laut Preisseite als Add-on Vertragsmanagement), shm ein eigenes Wartungsmodul.

  • Intervalle und Fristen je Objekt
  • Automatische Aufträge zum Fälligkeitstermin
  • Kündigungsfristen als Wiedervorlage
02 · Anlagenakte

Anlagenakte und Gerätehistorie

Zu jeder Anlage gehören Hersteller, Seriennummer, Einbaudatum, Garantie und alle bisherigen Einsätze. Die Akte verhindert, dass der Techniker ohne Vorwissen anreist und das falsche Ersatzteil mitbringt. Sollit nennt für Solarbetriebe zusätzlich ein Modul zur Photovoltaik-Überwachung, das Leistungsdaten verschiedener Systeme bündelt.

  • Seriennummer und Garantiezeitraum
  • Einsatzhistorie mit Fotos
  • Ersatzteilbedarf aus früheren Einsätzen
03 · Störungsmanagement

Störungsmeldungen und Tickets

Störungen kommen per Telefon, Mail oder Portal und brauchen eine Priorität, eine Zuständigkeit und eine Frist. Ein Ticketsystem im CRM macht sichtbar, was offen ist. weclapp führt auf der Solarseite ein Ticketsystem mit Mail- und Web-to-Ticket, SLA-Datenbank und Kundenportal, CAS genesisWorld Tickets für Produkteinsätze, Wartungsverträge und Reklamationen.

  • Priorität und Reaktionszeit je Vertragsart
  • Notdienst und Rufbereitschaft planen
  • Reklamationen getrennt auswerten
04 · Kundenportal

Kundenportal für Endkunden

Ein Portal entlastet das Büro: Kunden sehen Termine, Dokumente und Rechnungen und melden Störungen selbst. LEVETO nennt in den Editionen für Solarteure und Handwerker ein Endkundenportal, weclapp ein Kundenportal im Ticketsystem. Für Privatkunden zählt ein einfacher Zugang mehr als der Funktionsumfang (Erfahrungswert von Find-Your-CRM).

  • Termine und Dokumente zum Abruf
  • Störungsmeldung mit Foto
  • Zugang ohne Schulung nutzbar
05 · Folgeaufträge

Cross-Selling im Bestand

Jede installierte Anlage ist ein Anlass für ein Folgeangebot: der Batteriespeicher zur Photovoltaikanlage, die Wallbox zum Elektroauto, die Wärmepumpe zur alten Heizung. Sollit deckt laut Herstellerseite Solarmodule, Batteriespeicher, Ladestationen und Wärmepumpen ab. Im CRM entstehen die Anlässe aus Anlagenalter, Wartungsbefund und Kundenhistorie.

  • Potenzialliste nach Anlagenalter
  • Angebotsanlass aus dem Wartungsbefund
  • Kampagne mit Einwilligung statt Rundmail
06 · Mobile Einsätze

Serviceeinsatz mobil abschließen

Der Einsatz endet beim Kunden: Arbeitszeit, Material, Foto und Unterschrift sollen vor Ort erfasst werden. work4all bietet dafür Light-Lizenzen, mit denen Monteure laut Hersteller Zeiten erfassen und Lieferscheine unterschreiben lassen, ohne volle ERP-Funktionen. Resco liefert eine Offline-Mobilschicht für Dynamics 365 und Salesforce.

  • Leistungsnachweis mit Kundenunterschrift
  • Material direkt auf den Auftrag buchen
  • Offline-Betrieb mit späterem Abgleich

Quellen: weclapp Solar und Photovoltaik; shm Wartungssoftware; Sollit Service und Wartung; LEVETO Editionen; CAS genesisWorld Service; work4all Preise und Lizenztypen; Resco Preise. Nicht alle Funktionen sind in jedem Tarif enthalten, Umfang je Paket in der Demo prüfen. Stand 07.10.2026.

Typische Szenarien

Sechs Betriebstypen
und was sie vom CRM verlangen.

Handwerk, Bau und Solar sind keine einheitlichen Märkte. Ein SHK-Betrieb mit Wartungsstamm braucht etwas anderes als ein Bauunternehmen mit Nachträgen oder ein Solarbetrieb mit Netzanmeldung. Ordnen Sie sich einem Szenario zu, bevor Sie Systeme vergleichen; Mischformen sind üblich. Die Gewichtungen sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM, keine Marktstatistik.

01 · SHK

Sanitär, Heizung, Klima

Wartungsstamm, Notdienst, Großhandelsdaten

SHK-Betriebe leben von Wartung, Störungsdienst und Modernisierung. Das CRM braucht Anlagenakten mit Gerätealter, Wartungsverträge mit Fristen und eine Einsatzplanung, die Notdienst und Regeltermine zusammenbringt. Artikelpreise kommen meist aus Großhandelsdaten, die in der Handwerkersoftware gepflegt werden.

  • Wartungsverträge und Anlagenakte
  • Notdienst und Rufbereitschaft
  • Angebote für Heizungsmodernisierung nachfassen
  • Anbindung an Großhandelsdaten
02 · Elektro

Elektrobetriebe

Viele Kleinaufträge, Prüfungen, Smart Home

Elektrobetriebe bearbeiten viele kleine Aufträge neben größeren Projekten. Wichtig sind schnelle Rückmeldung, einfache Angebote, wiederkehrende Prüftermine je Anlage und Folgegeschäft wie Ladeinfrastruktur oder Gebäudesteuerung. Ohne einfache Bedienung scheitert das System im Alltag.

  • Prüftermine je Anlage als Wiedervorlage
  • Schnelle Angebote aus Vorlagen
  • Folgegeschäft aus Bestandsanlagen
  • Mobile Zeiterfassung und Material
03 · Dach und Holzbau

Dachdecker und Zimmerer

Aufmaß, Wetter, Nachträge

Dachdecker und Zimmerer arbeiten wetterabhängig und mit Aufmaß am Objekt. Fotos und Maße müssen mobil erfasst werden, Termine verschieben sich häufig, Nachträge entstehen auf der Baustelle. Das CRM sollte Terminverschiebungen ohne Mehraufwand abbilden und Nachträge zum Auftrag führen.

  • Aufmaß und Fotos mobil und offline
  • Terminverschiebung mit Kundeninformation
  • Nachträge am Auftrag
  • Gerüst- und Materialtermine
04 · Ausbau

Tischler und Ausbaugewerke

Variantenangebote, Zeichnungen, Montage

Tischlereien, Maler und Trockenbauer verkaufen individuelle Leistungen mit Zeichnung, Muster und Montagetermin. Das CRM muss Varianten, Freigaben durch den Kunden und Montagetermine verbinden. Bei Fertigung in der eigenen Werkstatt kommt die Schnittstelle zur Auftragsplanung hinzu.

  • Variantenangebote und Freigaben
  • Zeichnungen und Muster am Auftrag
  • Montagetermine mit Kunde abstimmen
  • Schnittstelle zur Werkstattplanung
05 · Bau

Bauunternehmen und Bauträger-Partner

Auftraggeber, Subunternehmer, Nachträge

Bauunternehmen verkaufen an Bauherren, Generalunternehmer und Bauträger und arbeiten mit Subunternehmern. Das CRM führt Beziehungen zu Auftraggebern und Planern, Angebote mit langen Laufzeiten und Nachträge, während Abrechnung und Bauzeitenplan im ERP oder Bausoftware liegen. CAS genesisWorld führt auf der Herstellerseite eine eigene Branche Bau und Handwerk, itmX nennt den Bauzuliefererhandel als Zielgruppe. Laut Find-Your-CRM-Profil führt TOPIX CRM unter seinen Branchen die Vermietung von Baumaschinen und Baugeräten, ADITO nennt Bau unter seinen Branchen.

  • Auftraggeber, Planer und Bauleiter als Netzwerk
  • Nachträge und Mehrleistungen
  • Subunternehmer und Partner
  • Schnittstelle zu Abrechnung und Bauzeitenplan
06 · Solar

Solar- und Photovoltaikinstallateure

Lead bis Inbetriebnahme, Wartung

Photovoltaikbetriebe führen den Kunden von der Anfrage über Besichtigung, Planung, Angebot und Netzanmeldung bis zur Montage und Inbetriebnahme. Hinzu kommen Meldepflichten und Dokumentation sowie Wartung und Monitoring im Bestand. 2025 wurden in Deutschland laut Bundesnetzagentur 16,4 GW Photovoltaik zugebaut, knapp die Hälfte auf Gebäudeanlagen. Für diesen Betriebstyp bieten unter anderem Sollit und LEVETO eigene Lösungen.

  • Planung mit Dachplan und Wirtschaftlichkeit
  • Netzanmeldung und Registrierung als Checkliste
  • Material und Montage je Projekt
  • Wartung, Monitoring und Speicher-Nachrüstung

Quellen: Bundesnetzagentur, Pressemitteilung vom 8. Januar 2026 zum Ausbau erneuerbarer Energien 2025; CAS Software: Bau und Handwerk; itmX laut Find-Your-CRM-Profil. Szenarien und Gewichtungen sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM aus Auswahlprojekten. Stand 07.10.2026.

Systemklassen

Drei Wege zum CRM im Handwerk
mit unterschiedlichen Stärken.

Im Markt begegnen Ihnen drei Systemklassen: Branchensoftware für Handwerker, Spezialsysteme für Solar und Installation sowie ERP- und CRM-Systeme für den Mittelstand mit Branchenanteil. Keine Klasse ist grundsätzlich besser. Entscheidend sind Ihr Gewerk, Ihre Betriebsgröße und die Frage, ob Sie eine bestehende Handwerkersoftware behalten wollen. Wie sich Marktsegmente unterscheiden, erklärt der CRM-Anbietervergleich nach Kategorien und Marktsegmenten.

01 · Branchensoftware

Handwerkersoftware mit CRM-Anteil

Auftrag, Rechnung und Kundenakte in einem Programm

shm bietet nach Herstellerangaben seit 25 Jahren Bürosoftware für Handwerker mit Auftragsbearbeitung, CRM, E-Rechnung, Zeiterfassung und mobilen Apps, wahlweise im Kauf oder im Abo. PM II von iterasoft richtet sich an Handwerk, Handel, Dienstleistung und Verleih, nennt eine Zusatzschnittstelle zur Rechnungsübergabe an die Buchhaltung und erfüllt laut Find-Your-CRM-Profil die Anforderungen der E-Rechnung. Grenzen: Der Funktionsumfang im reinen Vertrieb (Pipeline, Kampagnen) ist enger als bei Vertriebs-CRM.

  • Auftrag, Material und Rechnung ohne Schnittstelle
  • Oft geringerer Einführungsaufwand (Erfahrungswert von Find-Your-CRM)
  • Vertriebsauswertungen und Marketing begrenzt

Preisbeispiel: shm Abo ab 49 € im Monat (Start, ein Arbeitsplatz), Kauf ab 1.900 €, jeweils netto

02 · Solar und Installation

Spezialsysteme für Solar, Wärmepumpe und Installation

Lead, Planung, Angebot, Montage, Service

Sollit bildet für Installateure von Solarmodulen, Wärmepumpen, Batteriespeichern und Klimaanlagen den Weg von der Lead-Erfassung über Planung und Installation bis zum Service ab. LEVETO bietet eigene Editionen für Solarteure und für Handwerker mit Dachplaner, Angebotskonfigurator, Planer- und Montagemodul und Endkundenportal. Grenze: Spezialsysteme sind stark im eigenen Prozess, schwächer bei Fremdgewerken und einer breiten Buchhaltungsanbindung.

  • Dachplanung und Konfigurator für Angebote
  • Montage- und Serviceprozesse im Standard
  • Hosting bei LEVETO in deutschen Rechenzentren

Preise bei beiden Herstellern auf Anfrage

03 · Mittelstand

ERP- und CRM-Systeme für den Mittelstand

Breite Funktionen, Branche über Module oder Partner

work4all nennt Handwerk sowie Solar und Photovoltaik als Branchen und verbindet CRM, Dokumentenmanagement, ERP und Projektmanagement; weclapp führt eine eigene Branchenseite für Solar und Photovoltaik; Haufe X360 ist ein Cloud-ERP mit CRM-Modul und kostenloser Mobile-App. CAS genesisWorld und combit CRM sind als reine CRM-Plattformen anpassbar. Vertriebsstarke Plattformen wie Pipedrive nennen über 500 Integrationen, brauchen für Aufmaß und Rechnung aber Ergänzungen.

  • Breite Abdeckung von CRM bis Buchhaltung
  • Anpassbar, aber mit mehr Einführungsaufwand
  • Handwerksspezifika oft über Partner oder Add-ons

Preisbeispiel: weclapp ERP Dienstleistung 86 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, netto

Quellen: shm Handwerkersoftware, shm Startseite und shm Preise; iterasoft Leistungen; Sollit; LEVETO und LEVETO Editionen; work4all; weclapp Preise und weclapp Solar; Haufe X360; Pipedrive Preise. CAS und combit laut Herstellerseiten und Find-Your-CRM-Profil. Preise netto, Stand 07.10.2026.

Systemvergleich

Neun CRM-Systeme
für Handwerk, Bau und Solar.

Die Auswahl ist kuratiert, nicht bezahlt und keine Rangliste. Sie umfasst Handwerkersoftware, Solar-Spezialisten und Mittelstandssysteme, die laut Katalog oder Herstellerangaben Handwerk, Bau oder Solar adressieren. Ein Haken steht nur, wo die Funktion auf der Herstellerseite belegt ist, alles andere gehört in die Demo mit Ihrem eigenen Beispielauftrag. Weitere Kandidaten aus über 150 CRM-Systemen liefert das CRM-Matching, Allgemeines zu Marktsegmenten der CRM-Anbietervergleich.

AnbieterSegmentPreis abBranchenbezugMobil und OfflineAngebot bis RechnungHostingProfil
shm HandwerkersoftwareBranchensoftware mit CRM-AnteilKMUab 49 €/Mo (Abo Start, 1 Arbeitsplatz)✓ speziell für Handwerker entwickelt, laut Hersteller seit 25 Jahren✓ Apps laut Hersteller auch ohne Internet nutzbar, Aufmaß, Fotos, Unterschrift; shm Mobil nur Windows✓ Auftragsbearbeitung, E-Rechnung (ZUGFeRD, XRechnung), DATANORM und IDS-Connect✓ Kauf oder Abo, Cloud-Hosting als OptionZum Profil →
Sollit (2Solar)Plattform für Installateure nachhaltiger EnergieKMUauf Anfrage✓ Solarmodule, Speicher, Ladestationen, Wärmepumpen und Klimaanlagen≈ digitale Vor-Ort-Erfassung belegt, Offline-Nutzung in der Demo prüfen✓ Angebotsverwaltung und Lead bis Installation und Service≈ Hosting auf der Herstellerseite nicht angegebenZum Profil →
LEVETOCRM mit Editionen für Solarteure und HandwerkerKMUauf Anfrage✓ eigene Editionen für Solarteure und für Handwerker und Monteure≈ LEVETO APP genannt, Offline-Nutzung in der Demo prüfen✓ Angebotskonfigurator, Angebotskalkulation, Rechnungsstellung, Planer- und Montagemodul✓ ausschließlich deutsche Rechenzentren laut HerstellerZum Profil →
work4allCRM, DMS, ERP und Projekte in einer SoftwareKMUab 16 €/Nutzer/Mo (Basic, 10 bis 19 Voll-Lizenzen, jährlich)✓ Handwerk sowie Solar und Photovoltaik als Branchen genannt✓ App und Browser; Light-Lizenz für Monteure ab 10 €, Offline in der Demo prüfen✓ Angebot, Auftrag und Rechnung im ERP-Teil, Light-Lizenz ohne Angebote✓ Cloud in deutschen Rechenzentren oder eigener ServerZum Profil →
weclappCloud-ERP mit CRM, Branchenseite SolarKMUab 86 €/Nutzer/Mo (ERP Dienstleistung, jährlich)✓ eigene Branchenseite für Solar und Photovoltaik≈ Cloud auf jedem Gerät, mobile App nur als Lager-App (Add-on)✓ Chancen, Angebot, Auftrag, Leistungsnachweis, Abschlagsrechnung, E-Rechnung✓ Cloud-Dienst des HerstellersZum Profil →
PM II (iterasoft)ERP für KMU mit CRM-ModulKMUKauf ab 1.190 € einmalig (Einzelplatz)✓ Handwerk als Zielbranche genannt≈ mobile Nutzung in der Demo prüfen✓ Kalkulation, Auftragsabwicklung, Abrechnung; E-Rechnung laut Find-Your-CRM-Profil, Zusatzschnittstelle zur Rechnungsübergabe an die Buchhaltung, DATEV in der Demo prüfen✓ auf eigenem Server oder in der Cloud einsetzbarZum Profil →
combit CRMAnpassbare CRM-Plattform aus DeutschlandMittelstandab 135 €/Mo inkl. 5 Nutzer (Basic, On-Premises)– branchenneutral, Handwerksprozesse per Anpassung im Projekt≈ mobiler Zugriff per Internet für Smartphone und Tablet, ständige Verbindung nötig≈ CRM-Kern, Faktura und Warenwirtschaft über Anbindung✓ On-Premises, Self-Hosted oder Private-Cloud in DeutschlandZum Profil →
CAS genesisWorldDACH-CRM mit Branche Bau und HandwerkMittelstandauf Anfrage✓ Branchenseite Bau und Handwerk mit Kundenstimmen✓ Service-Daten laut Hersteller online wie offline, Baustelle per Smartphone und Tablet≈ Tickets und Wartungsverträge belegt, Angebote über CAS Merlin CPQ prüfen≈ Cloud-Nutzung laut Herstellerreferenz belegt, weitere Betriebsmodelle in der Demo prüfenZum Profil →
RescoOffline-Mobilschicht für Dynamics 365 und SalesforceMittelstand40 €/Nutzer/Mo (Enterprise, mind. 10 Lizenzen)≈ Field-Service-Vorlagen, kein Handwerksbezug im Standard✓ voll offline und online, Routenplanung im Enterprise-Tarif– kein Angebotswesen, Daten im Dynamics- oder Salesforce-Backend≈ Backend nach Wahl, Mobil-App von RescoZum Profil →

Listenpreise netto laut Herstellerseiten, abgerufen am 07.10.2026 (work4all weist auf der eigenen Preisseite den Preisstand 01.06.2024 aus). Quellen: shm Preise, shm Startseite, shm mobiles Arbeiten, Sollit, LEVETO Editionen, work4all Preise, weclapp Preise, weclapp Solar und Photovoltaik, iterasoft Leistungen, combit Editionen und Preise, CAS Bau und Handwerk, CAS Service, CAS Cloud-Referenz, Resco Preise. Preise je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, wo der Hersteller beides nennt. combit nennt für Basic 135 € inklusive 5 Nutzer, 20 € je weiterem Nutzer. Preis ab heißt: Einstiegstarif für den beschriebenen Zuschnitt, nicht zwingend der niedrigste Tarif des Herstellers (zum Beispiel nennt weclapp ERP Starter für 39 €, Resco Essential für 10 € ohne Standardoberfläche und work4all Light-Lizenzen ab 10 €) und nicht der Preis für Ihre Ausstattung.

Systemlandschaft

CRM im Zusammenspiel mit
Handwerkersoftware, DATEV und Großhandel.

Im Handwerk ist das CRM selten das führende System für Artikel, Preise und Rechnungen. Entscheidend ist deshalb, welches System welche Daten führt und wie sie ohne Abtippen zusammenkommen. Legen Sie das vor der Auswahl fest. Die Grundmuster erklärt CRM vs. ERP: Abgrenzung, Schnittstellen und Integration, passende Warenwirtschaftssysteme finden Sie bei Find-Your-ERP.

Handwerkersoftware und Warenwirtschaft

Ein System oder zwei: die Grundsatzfrage

Entweder Sie wählen ein Programm, das Auftrag, Rechnung und CRM bündelt, oder Sie behalten die Handwerkersoftware und ergänzen ein CRM. Im ersten Fall entfallen Schnittstellen, im zweiten bleibt die gewohnte Fakturierung erhalten. Für kleine Betriebe mit 5 bis 15 Nutzern ist die integrierte Lösung oft einfacher (Erfahrungswert von Find-Your-CRM).

  • Integriert: shm, PM II, work4all, weclapp, Haufe X360
  • Ergänzend: CRM-Plattform plus Handwerkersoftware
  • Führendes System für Kunden- und Artikelstamm festlegen
  • Rückfluss von Rechnungsstatus ins CRM sicherstellen
Großhandel

Artikeldaten und Preise aus dem Großhandel

Handwerker kalkulieren mit Preislisten des Großhandels. Die Branche nutzt dafür Austauschformate wie DATANORM und IDS-Connect, die shm laut Herstellerseite unterstützt. Fragen Sie bei jedem System, wie Preise aktualisiert werden und ob sie im Angebot automatisch einfließen.

  • DATANORM und IDS-Connect je System erfragen
  • Preisaktualisierung automatisch oder manuell
  • Eigene Aufschläge und Stundensätze hinterlegen
Buchhaltung

DATEV und Finanzbuchhaltung

Die Buchhaltung läuft meist beim Steuerberater, oft über DATEV. weclapp nennt eine DATEV-Schnittstelle mit automatischer Vorkontierung, work4all führt die Schnittstelle DATEV unter den Zusatzmodulen, iterasoft nennt eine Zusatzschnittstelle zur Übergabe der Rechnungen an die Buchhaltung, shm DATEV und eine FiBu-Schnittstelle zu Lexware. Klären Sie mit Ihrem Steuerberater, welches Format er erwartet.

  • Ausgangsrechnungen mit Belegbild exportieren
  • Offene Posten zurück ins CRM spiegeln
  • Steuerberater früh in die Auswahl einbinden
E-Mail, Kalender, Telefon

Postfach, Kalender und Telefonanlage

Der Alltag spielt sich in E-Mail und Kalender ab. work4all bietet einen Exchange-Konnektor, combit CRM synchronisiert in der Professional-Edition Termine und Kontakte mit dem Exchange-Server. Für andere Postfächer und Telefonanlagen sollten Sie die Anbindung in der Demo mit Ihrem Anbieter prüfen.

  • Termine zwischen CRM und Kalender abgleichen
  • E-Mails dem Kunden oder Auftrag zuordnen
  • Anrufe aus der Kundenakte starten
Website und Portale

Anfragen aus Website und Vermittlungsportalen

Anfragen sollen ohne Handarbeit im CRM landen: über Web-Formulare, E-Mail-Parser oder eine offene Schnittstelle. weclapp nennt einen offenen REST-API-Zugriff, LEVETO API-Anbindungen und Importer, Pipedrive über 500 Integrationen. Auf der Portalseite entscheidet der Vertrag mit dem Portal, wie Anfragen übergeben werden dürfen.

  • Web-Formular mit Quelle und Einwilligung
  • E-Mail-Anfragen automatisch als Lead anlegen
  • Portalanfragen mit Frist zur Erstantwort
Mobil und Offline

Apps für Baustelle, Keller und Funkloch

Die Qualität der mobilen Lösung entscheidet, ob Monteure sie nutzen. Laut Herstellerseiten arbeiten die shm-Apps und CAS-Servicedaten auch ohne Verbindung, Resco ist voll offlinefähig, Haufe X360 bietet eine kostenlose Mobile-App für Android und iOS. combit weist für den mobilen Zugriff auf eine permanente Internetverbindung hin. Testen Sie den Ernstfall: Flugmodus, Foto, Unterschrift, Synchronisation.

  • Offline-Test im Keller oder Rohbau
  • Synchronisation und Konfliktbehandlung prüfen
  • Gerätebedarf und App-Stores klären

Quellen: shm Handwerkersoftware mit DATANORM, IDS-Connect und DATEV, shm Startseite mit FiBu-Schnittstelle zu Lexware; weclapp Solar und Photovoltaik mit DATEV-Schnittstelle und REST-API; work4all Preise mit Zusatzmodulen und Light-Lizenz; iterasoft Leistungen; combit Editionen; LEVETO; Pipedrive Preise; Haufe X360; Resco; CAS Service. Der Exchange-Konnektor von work4all ist in den Paketen laut Preisseite aufgeführt. Stand 07.10.2026.

Recht und Datenschutz

DSGVO, E-Rechnung, Widerruf:
was ein Handwerks-CRM erfüllen muss.

Ein CRM im Handwerk verarbeitet personenbezogene Daten von Privatkunden, Eigentümern und Mietern, Fotos aus Wohnungen und Daten der eigenen Mitarbeitenden. Hinzu kommen steuerliche Pflichten rund um Rechnung und Aufbewahrung. Laut Bitkom nennen 96 % der Handwerksbetriebe Datenschutz und Datensicherheit als Bedenken bei der Digitalisierung. Die folgenden Punkte ersetzen keine Rechtsberatung, gehören aber in jedes Lastenheft.

01 · Rechtsgrundlage

Kundendaten und Anfragen

Daten von Kunden verarbeiten Sie für Angebot, Auftrag und Rechnung auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertrag oder vorvertragliche Maßnahmen auf Anfrage), gesetzliche Aufbewahrung stützt sich auf lit. c, weitere Zwecke wie Nachfassen bei Bestandskunden auf lit. f (berechtigtes Interesse). Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO erfüllen Sie bei der Datenerhebung, zum Beispiel im Anfrageformular und im Angebot.

  • Zweck und Rechtsgrundlage je Datenfeld dokumentieren
  • Datenschutzhinweis in Formular und Angebot
  • Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO führen
  • Löschkonzept für nicht beauftragte Anfragen
02 · Werbung

Nachfassen, Newsletter und Bewertungsanfragen

Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG als unzumutbare Belästigung. Eine Ausnahme für eigene ähnliche Leistungen an Bestandskunden regelt § 7 Abs. 3 UWG, sie setzt unter anderem voraus, dass die Adresse im Zusammenhang mit einem Verkauf erhoben wurde, der Kunde nicht widersprochen hat und bei Erhebung und jeder Verwendung auf das Widerspruchsrecht hingewiesen wurde. Bei Bewertungs- und Wartungsmails sollten Sie die Einordnung im Einzelfall rechtlich prüfen lassen.

  • Einwilligung mit Datum und Quelle speichern
  • Widerspruch systemweit sperren
  • Hinweis auf Widerspruchsrecht in jeder Mail
  • Telefonwerbung getrennt betrachten
03 · Verbraucherverträge

Angebote beim Kunden und Widerruf

Verträge mit Verbrauchern, die außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, etwa nach einem Vor-Ort-Termin, können ein Widerrufsrecht nach § 312g Abs. 1 BGB auslösen. Ausnahmen regelt § 312g Abs. 2 BGB, etwa für nicht vorgefertigte Waren nach individueller Bestimmung des Verbrauchers (Nr. 1) und für dringende Reparaturen auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers (Nr. 11). Ob sie für Ihr Gewerk gelten, prüfen Sie im Einzelfall. Das CRM kann Widerrufsbelehrung, Zeitpunkt des Vertragsschlusses und Zustellung dokumentieren und so den Nachweis erleichtern.

  • Ort und Zeitpunkt des Vertragsschlusses speichern
  • Widerrufsbelehrung als Anhang versionieren
  • Beginn der Leistung nur mit dokumentierter Freigabe
04 · Rechnung und Aufbewahrung

E-Rechnung, Fristen und Archiv

Nach § 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG ist die Rechnung an inländische Unternehmer als elektronische Rechnung im strukturierten Format auszustellen. Nach § 27 Abs. 38 UStG sind für Umsätze bis Ende 2026 Papier oder, mit Zustimmung des Empfängers, andere elektronische Formate weiter möglich, für Umsätze 2027 nur bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro. Nr. 3 verpflichtet bei steuerpflichtigen Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück auch gegenüber Privatpersonen zur Rechnung innerhalb von sechs Monaten, die Vorgabe zum elektronischen Format steht im Gesetzestext bei Nr. 1. Aufbewahrungsfristen nach § 147 Abs. 3 AO: acht Jahre für Buchungsbelege, sechs Jahre für Handels- oder Geschäftsbriefe, zu denen Angebote und Auftragsbestätigungen gehören können. Für Kaufleute nennt § 257 Abs. 1 und 4 HGB dieselben Fristen.

  • ZUGFeRD oder XRechnung für Geschäftskunden
  • Archiv für Angebote, Aufträge und Rechnungen
  • Löschfristen im CRM mit Steuerberater abstimmen
05 · Steuer und Meldepflicht

Handwerkerleistungen, Photovoltaik, Marktstammdatenregister

Privatkunden können nach § 35a Abs. 3 EStG 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro, von der Steuer abziehen, wenn sie eine Rechnung erhalten und auf das Konto des Betriebs zahlen (§ 35a Abs. 5 Satz 2 und 3 EStG). Arbeits- und Materialkosten getrennt auszuweisen erleichtert das. Für Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen und zugehörigen Speichern auf oder in der Nähe von Wohnungen und bestimmten öffentlichen Gebäuden gilt nach § 12 Abs. 3 Nr. 1 und 4 UStG ein Umsatzsteuersatz von 0 Prozent. Die Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn die Bruttoleistung der Anlage laut Marktstammdatenregister nicht mehr als 30 Kilowatt (peak) beträgt. Betreiber müssen Anlagen nach § 5 Abs. 1 und 5 MaStRV innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registrieren.

  • Arbeits- und Materialkosten in der Rechnung trennen
  • Leistungsgrenze 30 kW (peak) im Angebot prüfen
  • Registrierungsfrist als Aufgabe nach Inbetriebnahme
06 · Mitarbeitende und Sicherheit

Mobilgeräte, Betriebsrat und Auftragsverarbeitung

Mobile Zeiterfassung, Standortdaten und Leistungsauswertung betreffen Beschäftigtendaten, für die § 26 BDSG gilt. Besteht ein Betriebsrat, ist die Einführung technischer Einrichtungen zur Überwachung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig. Bei Cloud-Anbietern schließen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO ab und prüfen die technischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO, zum Beispiel Verschlüsselung (in Art. 32 Abs. 1 lit. a DSGVO genannt), Zugriffsrechte und Gerätesperre.

  • Standortdaten nur mit klarem Zweck erheben
  • Auftragsverarbeitungsvertrag und Serverstandort prüfen
  • Geräteverlust: Sperren und Fernlöschung
  • Rollen und Rechte je Funktion festlegen

Quellen: Gesetzestexte auf gesetze-im-internet.de: § 7 UWG, § 312g BGB, § 14 UStG, § 27 UStG, § 12 UStG, § 147 AO, § 257 HGB, § 35a EStG, § 5 MaStRV, § 26 BDSG, § 87 BetrVG; DSGVO im Wortlaut auf EUR-Lex; Bitkom-Wert zu Datenschutz laut Bitkom Research, Digitalisierung im Handwerk 2025. Keine Rechtsberatung. Stand 07.10.2026.

Kosten

Rechenbeispiel Gesamtkosten
für einen Fachbetrieb mit 10 Nutzern.

Rechenbeispiel von Find-Your-CRM, kein Angebot eines Herstellers: Ein Handwerks- oder Solarbetrieb mit rund 40 Mitarbeitenden führt ein CRM für 10 Nutzer ein, nämlich 3 im Büro, 1 in der Geschäftsführung und 6 mobil bei Bauleitung und Montage, mit Anbindung an Buchhaltung und Großhandelsdaten. Die Lizenzspanne beruht auf den Listenpreisen im folgenden Preisspiegel, die übrigen Blöcke sind Annahmen von Find-Your-CRM. Interne Arbeitszeit für Key-User ist nicht enthalten.

KostenblockAnnahmeEinmaligLaufend pro JahrSumme 3 Jahre
Lizenzen10 Nutzer, Spanne aus Preisspiegel235 bis 950 € im Monat für alle 10 Nutzer0 €2.820 bis 11.400 €8.460 bis 34.200 €
Einrichtung und KonfigurationVorlagen, Rechte, Felder, Abläufe8 bis 20 Beratertage zu 800 bis 1.100 €6.400 bis 22.000 €0 €6.400 bis 22.000 €
DatenübernahmeKunden, Objekte, offene Angebote2 bis 5 Tage zu 800 bis 1.100 €1.600 bis 5.500 €0 €1.600 bis 5.500 €
SchulungKey-User und Gruppen2 bis 4 Schulungstage zu 750 bis 1.000 €1.500 bis 4.000 €0 €1.500 bis 4.000 €
SchnittstellenDATEV, Kalender, Großhandel, Website0 bis 6.000 € einmalig, 0 bis 1.200 € Pflege im Jahr0 bis 6.000 €0 bis 1.200 €0 bis 9.600 €
Mobile Endgerätefür 6 Nutzer im Außendienst6 Tablets oder Smartphones zu 300 bis 700 €1.800 bis 4.200 €0 €1.800 bis 4.200 €
Support und Betriebsoweit nicht im Lizenzpreis enthalten0 bis 1.700 € im Jahr, Orientierung shm Support 137 € im Monat0 €0 bis 1.700 €0 bis 5.100 €
Summenetto, ohne interne ArbeitszeitRund 55 bis 235 € je Nutzer und Monat über 36 Monate11.300 bis 41.700 €2.820 bis 14.300 €19.760 bis 84.600 €

Rechenbeispiel von Find-Your-CRM, Beträge netto. Die untere Lizenzgrenze entspricht combit CRM Basic mit 135 € im Monat inklusive 5 Nutzern plus 5 weitere zu 20 € (jährliche Zahlweise, On-Premises), die obere weclapp ERP Dienstleistung bei monatlicher Abrechnung mit 95 € je Nutzer, jeweils laut Herstellerseiten, Stand 07.10.2026. Beide Systeme sind funktional nicht gleichwertig: combit Basic enthält keine Fakturierung, weclapp bringt ERP mit. Die Orientierung für den Support stammt von der shm-Preisseite: 29 € im Monat für den ersten und 12 € für jeden weiteren Nutzer, also 29 + 9 × 12 = 137 €. Tagessätze, Aufwände und Gerätepreise sind Annahmen. Zusätzlich einplanen: 0,2 bis 0,4 Vollzeitstellen intern im Einführungsjahr (Erfahrungswerte von Find-Your-CRM). Preise ändern sich, prüfen Sie Angebote immer neu.

Preisspiegel

Listenpreise bei 10 Nutzern:
was die Lizenz allein kostet.

Die Tabelle rechnet veröffentlichte Listenpreise auf 10 Nutzer um, netto und nur für die Lizenz. Sie zeigt, wie unterschiedlich die Preismodelle sind: Manche Anbieter rechnen je Nutzer, andere je Plattform mit Nutzerpaket oder je Arbeitsplatz. Systeme ohne veröffentlichten Preis wie Sollit, LEVETO oder CAS genesisWorld stehen deshalb nicht in der Tabelle, shm nur mit dem Einstiegspreis und PM II mit dem einmaligen Kaufpreis. Wichtig: Der Funktionsumfang der Zeilen ist nicht gleich.

System und TarifPreismodell laut Hersteller10 Nutzer pro MonatPro Jahr3 Jahre Lizenz
combit CRM BasicOn-Premises oder Self-Hosted, jährliche Zahlweise135 € inkl. 5 Nutzer, 20 € je weiterer Nutzer235 €2.820 €8.460 €
combit CRM ProfessionalOn-Premises oder Self-Hosted, jährliche Zahlweise210 € inkl. 5 Nutzer, 35 € je weiterer Nutzer385 €4.620 €13.860 €
combit CRM Basic Private-CloudBetrieb durch combit in Deutschland, monatliche Zahlweise350 € inkl. 5 Nutzer, 70 € je weiterer Nutzer700 €8.400 €25.200 €
work4all Basic10 bis 19 Voll-Lizenzen, jährliche Abrechnung16 € je Nutzer und Monat160 €1.920 €5.760 €
work4all Professional10 bis 19 Voll-Lizenzen, jährliche Abrechnung55 € je Nutzer und Monat550 €6.600 €19.800 €
work4all Professional mit Light-Lizenzen4 Voll-Lizenzen, 6 Light-Lizenzen für Monteure59 € je Voll-Lizenz, Light ab 10 €ab 296 €ab 3.552 €ab 10.656 €
weclapp ERP Dienstleistungjährliche Abrechnung86 € je Nutzer und Monat860 €10.320 €30.960 €
Resco EnterpriseMobilschicht, Backend extra, mindestens 10 Lizenzen40 € je Nutzer und Monat400 €4.800 €14.400 €
shm HandwerkersoftwareAbo Start oder Basic, Pro ab 3 ArbeitsplätzenStart ab 49 €, Basic ab 69 € im Monat, Pro auf Anfrageauf Anfrageauf Anfrageauf Anfrage
PM II (iterasoft)Kauflizenz, einmalig, Add-ons extraEinzelplatz 1.190 €, Mehrplatz (Server und 2 Arbeitsplätze) 3.690 €auf Anfrageauf Anfrageauf Anfrage

Listenpreise netto laut Herstellerseiten, abgerufen am 07.10.2026: combit Editionen und Preise, work4all Preise (Staffel nach Anzahl Voll-Lizenzen, Light-Lizenz für eingeschränkten Funktionsumfang, bei kleinen Staffeln Mindestumsatz 200 € im Monat, Preisstand laut Herstellerseite 01.06.2024), weclapp Preise (monatliche Abrechnung 95 €; die Add-ons Vertragsmanagement und Helpdesk kosten laut Preisseite je 55 € monatlich zusätzlich), Resco Preise (Jahresrechnung, mindestens 10 Lizenzen), shm Preise, iterasoft Leistungen (Kauflizenz, auf der Seite ohne Stand). Rechnung: 10 Nutzer mal Monatspreis mal 12 beziehungsweise 36 Monate. Rabatte, Einrichtung, Support und Zusatzmodule sind nicht enthalten. Preisnennungen im Vergleich der Standardplattformen finden Sie unter Salesforce vs. HubSpot.

Vorgehen

Auswahl und Einführung
im Fachbetrieb in sechs Schritten.

Die Schritte folgen der allgemeinen Methodik von Find-Your-CRM und ergänzen die Besonderheiten kleiner Betriebe, in denen Büro und Baustelle zusammenspielen müssen. Details zu Phasen und Kriterien finden Sie unter CRM auswählen: fünf Phasen, acht Kriterien und CRM einführen: Phasen, Rollen und Erfolgsfaktoren. Laut Bitkom nennen 72 % der Handwerksbetriebe fehlende Zeit als Hürde, deshalb sind kleine Schritte wichtiger als ein großer Wurf.

01

Ablauf von der Anfrage bis zur Wartung aufnehmen

Zeichnen Sie den Weg eines typischen Auftrags auf: Anfrage, Besichtigung, Angebot, Auftrag, Baustelle, Rechnung, Wartung. Notieren Sie, wo heute Zettel, Excel oder Doppelerfassung entstehen, und lassen Sie Büro und Monteure gemeinsam markieren, was nervt. Das Ergebnis sind zehn bis zwanzig konkrete Abläufe, an denen Sie später jedes System messen.

02

Anforderungen gewichten und Muss-Kriterien festlegen

Trennen Sie Muss und Kann: zum Beispiel Offline-Betrieb auf der Baustelle, Aufmaß mit Foto, DATEV-Export, E-Rechnung und Rollen für Subunternehmer. Legen Sie fest, welches System Kunden und Artikel führt und ob Ihre Handwerkersoftware bleibt. Halten Sie Betriebsgröße, Nutzerzahl und Budget fest, damit die Auswahl nicht an der Preismodell-Frage scheitert.

03

Shortlist bilden und Demo mit einem Beispielauftrag fahren

Im CRM-Matching entsteht aus Ihrer Unternehmens-URL in rund 6 Minuten ein Anforderungsprofil mit dokumentierter Shortlist aus über 150 Systemen. Laden Sie drei Anbieter zur Demo ein und geben Sie allen denselben echten Beispielauftrag mit Aufmaß, Foto, Angebot, Rechnung und Wartungsvertrag. Wer das nicht live zeigen kann, fällt heraus. Für die gemeinsame Bewertung durch Büro, Bauleitung und Geschäftsführung dient das Selection Portal.

04

Pilot auf der Baustelle mit zwei Teams

Testen Sie die Favoriten mit zwei Monteurteams und dem Büro an echten Aufträgen, mindestens zwei Wochen. Achten Sie auf Funkloch, Handschuhe, Bildschirm im Sonnenlicht und Geschwindigkeit der Synchronisation. Wichtig ist die Rückmeldung der Monteure, nicht die der Geschäftsführung: Was auf der Baustelle zu langsam ist, wird nicht genutzt.

05

Daten übernehmen und Schnittstellen einrichten

Bereinigen Sie Kunden, Objekte, Wartungsverträge und offene Angebote vor dem Import: Dubletten, veraltete Adressen und fehlende Gewerke kosten später mehr als die Bereinigung jetzt. Richten Sie danach DATEV, Kalender, Großhandelsdaten und das Anfrageformular der Website ein. Hinweise zum Datenumzug gibt CRM migrieren: Risiken, Vorgehen und Checkliste.

06

In Wellen einführen und Kennzahlen prüfen

Starten Sie mit Büro und Vertrieb, nehmen Sie dann die Monteure hinzu und zuletzt die Wartungsverträge. Legen Sie wenige Kennzahlen fest: Reaktionszeit auf Anfragen, Anteil nachgefasster Angebote, Quote aus Angeboten zu Aufträgen und Anteil fristgerecht verlängerter Wartungsverträge. Prüfen Sie diese nach 30, 60 und 90 Tagen und passen Sie Felder und Abläufe an.

Quellen: Vorgehen und Zeitspannen sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM, gestützt auf über 200.000 Referenzprojekte aller Softwarekategorien im Find-Your-Software Netzwerk; Bitkom Research 2025 (72 % zu stark ausgelastet, 69 % nennen hohe Investitionskosten); Methodik im Überblick unter CRM-Auswahl: Vorgehen, Kriterien und Erfolgsfaktoren. Stand 07.10.2026.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Welches CRM ist das beste für Handwerksbetriebe?

Ein bestes CRM für alle Betriebe gibt es nicht, es kommt auf Gewerk, Betriebsgröße und vorhandene Software an. Kleine Betriebe mit 5 bis 15 Nutzern fahren nach Erfahrung von Find-Your-CRM oft mit Handwerkersoftware wie shm oder PM II gut, Solarbetriebe prüfen Spezialsysteme wie Sollit oder LEVETO, wachsende Betriebe Systeme wie work4all, weclapp oder CAS genesisWorld. Entscheidend sind Offline-Betrieb, Anbindung an DATEV und Großhandel und eine Bedienung, die Monteure akzeptieren. Eine dokumentierte Shortlist liefert das CRM-Matching in rund 6 Minuten.

Brauche ich ein CRM, wenn ich bereits eine Handwerkersoftware habe?

Nicht zwingend, denn viele Handwerkersoftware-Pakete enthalten Kontakt- und Auftragsverwaltung. Ein zusätzliches oder erweitertes CRM lohnt sich, wenn Angebote systematisch nachgefasst werden sollen, mehrere Personen an denselben Kunden arbeiten, Wartungsverträge aktiv gesteuert werden oder Sie Auswertungen zu Anfragen und Abschlussquote brauchen. Fragen Sie zuerst, ob Ihre Software Pipeline, Wiedervorlagen und Verlängerungsaufgaben beherrscht. Wenn ja, ersetzt sie das CRM oft.

Was kostet ein CRM für ein Handwerksunternehmen mit 10 Nutzern?

Das Rechenbeispiel von Find-Your-CRM kommt auf rund 19.760 bis 84.600 Euro netto über drei Jahre inklusive Einrichtung, Datenübernahme, Schulung, Schnittstellen und Endgeräten, das sind etwa 55 bis 235 Euro je Nutzer und Monat. Die Lizenz allein liegt bei Listenpreisen zwischen 235 Euro im Monat (combit CRM Basic) und 950 Euro im Monat (weclapp bei monatlicher Abrechnung). Die Systeme sind funktional nicht gleichwertig. Verbindliche Preise liefert nur das Angebot des Anbieters.

Welches CRM eignet sich für Solarinstallateure und Photovoltaik?

Für Photovoltaikbetriebe gibt es im Katalog mehrere Systeme mit Solarbezug: Sollit (früher 2Solar) für Solarmodule, Speicher, Ladestationen und Wärmepumpen, LEVETO mit einer Solar-Edition samt Dachplaner und Angebotskonfigurator, weclapp und work4all mit eigenen Branchenseiten für Solar und Photovoltaik. Prüfen Sie in der Demo Planung, Angebot, Netzanmeldung, Materialbedarf und Wartung. Entscheidend ist, ob Ihre Abläufe vom Lead bis zur Inbetriebnahme ohne Medienbruch laufen.

Funktioniert ein CRM auf der Baustelle ohne Netz?

Das hängt vom System ab. Laut Herstellerseiten arbeiten die shm-Apps auch ohne Internetverbindung, CAS genesisWorld stellt Service-Informationen online wie offline bereit und Resco ist als Offline-Mobilschicht ausgelegt. combit weist dagegen für den mobilen Zugriff auf eine permanente Internetverbindung hin. Testen Sie den Offline-Betrieb selbst: Flugmodus einschalten, Foto und Unterschrift erfassen, danach synchronisieren und Konflikte prüfen.

Wie wird das CRM mit DATEV und der Buchhaltung verbunden?

Üblich ist ein Export der Ausgangsrechnungen an DATEV oder eine direkte Schnittstelle, die Belege vorkontiert. weclapp nennt eine DATEV-Schnittstelle mit automatischer Vorkontierung, work4all führt die Schnittstelle DATEV als Zusatzmodul, shm listet DATEV unter den Schnittstellen, iterasoft nennt eine Zusatzschnittstelle zur Rechnungsübergabe an die Buchhaltung. Klären Sie mit dem Steuerberater, welches Format er erwartet, und lassen Sie sich den Export in der Demo mit einem echten Beleg zeigen.

Muss ich E-Rechnungen aus dem CRM erzeugen?

Für Rechnungen an andere inländische Unternehmen sieht § 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG die elektronische Rechnung im strukturierten Format vor. Nach § 27 Abs. 38 UStG sind Papier und andere Formate mit Zustimmung des Empfängers für Umsätze bis Ende 2026 noch zulässig, für Umsätze 2027 nur bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro. Ob die Rechnung im CRM oder in der Handwerkersoftware entsteht, ist egal, das System muss ZUGFeRD oder XRechnung ausgeben können. Prüfen Sie Ihre Pflichten mit dem Steuerberater.

Wie lange muss ich Angebote und Rechnungen aufbewahren?

Nach § 147 Abs. 3 AO sind Buchungsbelege acht Jahre aufzubewahren, Bücher und Aufzeichnungen zehn Jahre und sonstige Unterlagen sechs Jahre. Angebote und Auftragsbestätigungen können Handels- oder Geschäftsbriefe sein, für die sechs Jahre gelten. Das CRM sollte Löschfristen je Dokumenttyp abbilden und Unterlagen revisionssicher ablegen. Stimmen Sie die Details mit Ihrem Steuerberater ab.

Wie gehe ich mit Anfragen aus Vermittlungsportalen um?

Behandeln Sie jede Portalanfrage wie einen Lead mit Quelle und Frist zur Erstantwort. Das CRM sollte die Anfrage automatisch anlegen, Dubletten erkennen und den Abschluss je Portal auswerten, damit Sie wissen, welche Quelle sich lohnt. Prüfen Sie die Vertragsbedingungen des Portals zur Weitergabe und Speicherung der Daten. Eine technische Anbindung gelingt meist über E-Mail-Parser oder eine offene Schnittstelle.

Wie bringe ich Monteure dazu, das CRM zu nutzen?

Mit einer Oberfläche, die ohne Schulung funktioniert, und mit Vorteilen für sie selbst: weniger Schreibarbeit, Aufmaß und Foto in einem Schritt, keine Rückfragen aus dem Büro. Light-Lizenzen wie bei work4all begrenzen die Funktionen auf Zeiten, Lieferscheine und Termine. Beziehen Sie zwei Monteure in die Auswahl ein und testen Sie auf der Baustelle statt im Büro.

Darf ich Fotos von Kunden und Baustellen im CRM speichern?

Ja, sofern Zweck und Rechtsgrundlage stimmen. Fotos vom Objekt zur Dokumentation des Auftrags stützen sich meist auf Art. 6 Abs. 1 lit. b oder f DSGVO. Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, sollten Sie vermeiden oder gesondert regeln. Legen Sie Zugriff und Löschfristen fest und nutzen Sie nur Systeme, mit denen ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO besteht.

Wie führe ich Wartungsverträge im CRM?

Legen Sie je Objekt einen Vertrag mit Laufzeit, Intervall, Preis und Kündigungsfrist an. Das System erzeugt dann Terminvorschläge und Wiedervorlagen für die Verlängerung. weclapp nennt dafür automatische Auftragsanlage, Fristenkontrolle und automatische Verlängerungen, shm ein eigenes Wartungsmodul. Verknüpfen Sie den Vertrag mit der Anlagenakte, damit der Techniker Gerät und Historie vor dem Einsatz kennt.

Was ist der Unterschied zwischen CRM, ERP und Handwerkersoftware?

Ein CRM verwaltet Kunden, Anfragen, Angebote und Beziehungen. Ein ERP (Enterprise Resource Planning) führt Artikel, Einkauf, Lager, Aufträge und Buchhaltung. Handwerkersoftware bündelt Teile beider Bereiche für Betriebe, oft mit Kalkulation, Aufmaß und Rechnung. Welche Aufgaben Ihr Betrieb braucht, bestimmt die Wahl; die Abgrenzung erklärt CRM vs. ERP.

Wie wechsle ich von Excel und Papier in ein CRM?

Sammeln Sie zuerst die Daten: Kundenliste, Objekte, offene Angebote und Wartungsverträge. Bereinigen Sie Dubletten, vereinheitlichen Sie Schreibweisen und importieren Sie in einem Testlauf. Starten Sie danach mit Büro und Vertrieb und holen Sie die Monteure in einer zweiten Welle dazu. Eine Checkliste bietet CRM migrieren: Risiken, Vorgehen und Checkliste.

Kann KI im CRM für Handwerksbetriebe helfen?

Ja, bei begrenzten Aufgaben, etwa beim Formulieren von Nachfass-Mails, beim Zusammenfassen von Gesprächsnotizen oder beim Vorschlag von Wiedervorlagen. Laut Bitkom nutzen erst 4 % der Handwerksbetriebe Künstliche Intelligenz, Einsatz und Anbieter sollten Sie deshalb gezielt prüfen. Beachten Sie Datenschutz und die Regeln der KI-Verordnung, die KI im CRM: Use Cases, EU AI Act und Auswahl erläutert.

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