CRM Automotive.
Für Autohaus, Werkstatt und Zulieferer.
Welches CRM passt in die Automobilbranche? Das hängt davon ab, auf welcher Seite der Lieferkette Sie stehen: Autohäuser, Händlergruppen und Kfz-Werkstätten brauchen ein CRM (Customer Relationship Management) mit Fahrzeugbezug und enger Anbindung an das DMS (Dealer-Management-System, die Branchensoftware für Verkauf, Werkstatt, Teile und Buchhaltung im Autohaus). Zulieferer und Fahrzeugbauer brauchen dagegen ein B2B-CRM für Ausschreibungen, Projektgeschäft, Serienanläufe und Rahmenverträge mit Anbindung an das ERP-System (Enterprise Resource Planning). Diese Fachseite trennt beide Welten, zeigt Funktionen, Schnittstellen, Datenschutzpflichten und Kosten und vergleicht acht Systeme für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine dokumentierte Shortlist aus über 150 CRM-Systemen erhalten Sie im CRM-Matching für die Automobilbranche in rund 6 Minuten, kostenlos und ohne Registrierung.
Warum die Automobilbranche
zwei verschiedene CRM-Profile braucht.
Ein CRM für die Automobilbranche muss zuerst klären, ob es Endkunden mit Fahrzeugen betreut oder Hersteller mit Bauteilen beliefert, denn Datenmodell, Prozesse und Schnittstellen unterscheiden sich grundlegend. Der Handel lebt vom Fahrzeuglebenszyklus: Laut ZDK setzte das Kfz-Gewerbe 2025 rund 63,9 Mrd. € mit neuen Pkw um, 59,4 Mrd. € im markengebundenen und 34,3 Mrd. € im freien Gebrauchtwagenhandel. Zulieferer leben von wenigen Großkunden: Die Hersteller von Kfz-Teilen und Zubehör kamen 2025 laut VDA auf 81,3 Mrd. € Umsatz, davon 35,4 Mrd. € im Ausland. Wer Teile und Zubehör ohne Fahrzeugbezug online verkauft, findet passendere Muster unter CRM für Handel und E-Commerce.
Autohaus, Händlergruppe, Kfz-Werkstatt
- Viele Privat- und Gewerbekunden, jeder mit einem oder mehreren Fahrzeugen
- Zentrales Objekt ist das Fahrzeug mit Fahrzeugidentifizierungsnummer (FIN), Kennzeichen und Historie
- Führend für Fahrzeuge, Aufträge und Rechnungen ist das DMS, das CRM ergänzt Leads, Kampagnen und Kundenbindung
- Der Takt ergibt sich aus Probefahrt, Kauf, Wartung, Hauptuntersuchung, Leasingende und Wiederkauf
Zulieferer, Fahrzeugbau, OEM-Vertrieb
- Wenige Großkunden, bei denen Einkauf, Entwicklung und Qualität gemeinsam entscheiden
- Zentrales Objekt ist das Projekt mit Bauteil, Stückzahl je Jahr und Serienstart
- Führend für Preise, Abrufe und Lieferungen ist das ERP, das CRM steuert Anfrage, Angebot und Vergabe
- Der Takt ergibt sich aus Ausschreibung, Angebot, Nominierung, Bemusterung, Serienanlauf und Preisrunden
Quellen: ZDK Branchendaten Kfz-Gewerbe 2025 (Stand Juni 2026), VDA Jahreszahlen auf Basis Destatis (Abruf 08.10.2026). Laut KBA, Pressemitteilung 01/2026 wurden 2025 66,1 % der neuen Pkw gewerblich zugelassen. Fachbegriffe wie Lead, Opportunity und Forecast erklärt das CRM Glossar.
Der Kundenlebenszyklus im Autohaus:
von der Anfrage bis zum Wiederkauf.
Im Autohaus begleitet das CRM einen Kunden über mehrere Fahrzeuge und viele Werkstattbesuche, deshalb hängen alle Schritte am Fahrzeug und an Fristen. Der persönliche Kontakt bleibt dabei entscheidend: Laut DAT Report 2026 wurden nur 7 % der 2025 privat gekauften Neuwagen über eine Online- oder Neuwagenplattform gekauft, und 56 % der privaten Neuwagenkäufer blieben ihrer bisherigen Marke treu.
Anfragen bündeln und schnell beantworten
Anfragen kommen über Website, Fahrzeugbörsen, Telefon, Showroom und vom Hersteller. Das CRM legt jede Anfrage mit Quelle, Wunschfahrzeug und Zuständigkeit an und misst die Zeit bis zur ersten Antwort. Wie Sie Leads bewerten und eine Pipeline je Verkäufer führen, beschreibt Lead Scoring und Sales Pipeline im CRM.
- Dublettenprüfung gegen den Kundenstamm im DMS
Probefahrt planen und dokumentieren
Die Probefahrt ist ein Termin nah an der Kaufentscheidung. Das CRM bucht Vorführwagen und Verkäufer, hält Führerscheinkontrolle und Fahrzeugüberlassung fest und legt danach eine Nachfass-Aufgabe an. Zoho CRM beschreibt die Buchung von Probefahrten als automatisierbaren Schritt in angepassten Automotive-Projekten.
- Vorführwagen als Ressource mit eigenem Kalender
Angebot, Konfiguration und Preisfreigabe
Angebote entstehen im Konfigurator des Herstellers oder im DMS. Das CRM zeigt die Angebotsversionen am Kunden, damit Rabattfreigaben und Wiedervorlagen nachvollziehbar bleiben. Laut DAT zahlten private Käufer 2025 im Schnitt 44.560 € für einen Neuwagen und 18.310 € für einen Gebrauchtwagen.
- Angebot aus DMS oder Konfigurator verknüpfen, nicht doppelt erfassen
Inzahlungnahme als eigener Vorgang
Hängt der Kauf am Altfahrzeug des Kunden, verknüpft das CRM Bewertung, Ankaufpreis und Angebot, damit Verkauf und Gebrauchtwagenabteilung dieselbe Differenz sehen. Der Gebrauchtwagenmarkt ist groß: 2025 gab es laut KBA 6,51 Mio. Pkw-Besitzumschreibungen, 74 % davon liefen laut DAT über den Handel.
- Bewertung, Fotos und Schäden am Fahrzeugdatensatz
Finanzierung und Leasing mit Vertragsende
Finanzierung und Leasing sind Teil vieler Abschlüsse: Laut DAT Report 2026 wurden 56 % der privat gekauften Neuwagen 2025 ganz oder teilweise finanziert und 23 % geleast, bei Gebrauchtwagen nutzten 49 % eine Finanzierung. Für das CRM zählen Laufzeit, Restwert und Vertragsende, denn das Vertragsende ist der planbare Anlass für das Folgeangebot.
- Vertragsende als Feld mit Erinnerung und festem Vorlauf
Verkauf und Fahrzeugübergabe
Mit dem Kaufvertrag wechselt der Kunde vom Verkauf in die Betreuung. Das CRM dokumentiert Übergabetermin, Einweisung, Zubehör und Einwilligungen und übergibt das Fahrzeug an den Service. Laut DAT würden 88 % der Gebrauchtwagenkäufer im Markenhandel ihr nächstes Auto wieder beim selben Händler kaufen, 68 % wünschen auch nach dem Kauf passende Angebote.
- Einwilligungen und Kontaktwege bei der Übergabe aktualisieren
Service, Garantie und Rückrufe
Nach dem Kauf hält die Werkstatt den Kontakt. Für Rückrufe zählt die Zuordnung über die FIN, denn laut KBA-Marktüberwachungsbericht wurden 2025 rund 1,78 Mio. Fahrzeuge zurückgerufen.
- Rückruflisten über die FIN mit dem Fahrzeugbestand abgleichen
Wiederkauf rechtzeitig anstoßen
Der nächste Kauf entscheidet sich lange vor dem Besuch im Showroom. Auslöser sind Leasing- oder Finanzierungsende, Fahrzeugalter, Laufleistung oder steigende Reparaturkosten. Laut KBA lag das Durchschnittsalter der Pkw zum 1. Januar 2026 bei 10,9 Jahren; ein CRM mit Fahrzeughistorie liefert die Daten, um den Zeitpunkt für ein Angebot zu bestimmen.
- Zielgruppe nach Vertragsende und Fahrzeugalter
Quellen (Abruf 08.10.2026): DAT Report 2026, Kurzbericht (4.666 Befragte, NIQ GfK), AUTOHAUS, KBA-Besitzumschreibungen (07.01.2026), AUTOHAUS, KBA-Rückrufe (30.07.2026), AUTOHAUS, KBA-Bestand (03.03.2026), Zoho CRM Automotive.
CRM für die Kfz-Werkstatt:
Termine, Fahrzeugakte und Erinnerungen.
Ein CRM in der Kfz-Werkstatt soll vor allem Termine füllen und Kunden zur richtigen Zeit erinnern, die Auftragsabwicklung selbst bleibt im DMS oder in der Werkstattsoftware. Der Bedarf ist belegt: Laut DAT Report 2026 sehen 52 % der Markenwerkstatt-Kunden Verbesserungspotenzial, davon nennen 50 % schnellere Termine und 35 % die Kontaktaufnahme. Der Pkw-Service war 2025 mit 36,6 Mrd. € Umsatz laut ZDK der stabile Teil des Kfz-Gewerbes.
Online-Termin und Werkstattplanung
Eine Terminbuchung im CRM ist nur sinnvoll, wenn sie die freien Kapazitäten aus dem Werkstattplaner des DMS kennt, sonst entstehen Doppelbuchungen. Laut DAT kann sich rund ein Viertel der Halter die Terminvergabe digital vorstellen.
- Kapazität aus dem DMS lesen, nicht im CRM nachbauen
Fahrzeugakte mit FIN und Historie
Das zentrale Objekt in der Werkstatt ist das Fahrzeug: Halterwechsel und Firmenwagen trennen Fahrer, Halter und Rechnungsempfänger. Das CRM braucht deshalb Beziehungen zwischen Fahrzeug, Halter, Fahrer und Firma, dazu Laufleistung und offene Empfehlungen der Werkstatt.
- Rollen Halter, Fahrer und Rechnungsempfänger trennen
Hauptuntersuchung und Wartung als Anlass
Nach Anlage VIII Nr. 2.1.2.1 StVZO muss ein neuer Pkw erstmals nach 36 Monaten und danach alle 24 Monate zur Hauptuntersuchung, Pkw zur Personenbeförderung nach dem Personenbeförderungsgesetz nach Nr. 2.1.2.2 alle 12 Monate. Das CRM erzeugt daraus Erinnerungen, sofern eine Rechtsgrundlage für die Ansprache vorliegt.
- HU-Monat am Fahrzeug speichern
Saisongeschäft und Reifeneinlagerung
Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst erzeugen planbare Terminwellen. DMS-Anbieter wie Loco-Soft führen die Reifeneinlagerung als eigenes Modul. Das CRM sollte daraus Kampagnen je eingelagertem Satz erzeugen, statt Listen zu exportieren.
- Einlagerungsdaten per Schnittstelle übernehmen
Markenwerkstatt und freie Werkstatt
Freie Werkstätten haben rechtlich abgesicherten Zugang zu Reparaturinformationen: Nach Art. 61 der Verordnung (EU) 2018/858 müssen Hersteller unabhängigen Wirtschaftsakteuren standardisierten Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen gewähren. Die Gruppenfreistellung für den Kfz-Anschlussmarkt (Verordnung (EU) Nr. 461/2010) gilt nach Verordnung (EU) 2023/822 bis 31. Mai 2028. Freie Betriebe brauchen deshalb ein markenoffenes Fahrzeugmodell im CRM.
- Mehrmarken-Fahrzeugstamm ohne Herstellerbindung
Kommunikation und Nachbetreuung
Laut DAT nennen 37 % der Markenwerkstatt-Kunden mit Verbesserungswunsch attraktive Angebote zur Kundenbindung. Das CRM bündelt Rückfragen, Kostenvoranschläge zur Freigabe und die Nachfrage nach dem Auftrag an einem Ort, damit der Serviceberater nicht zwischen Telefon, Postfach und DMS wechselt. Serviceprozesse mit Tickets und Fristen zeigt CRM für Service und Helpdesk.
- Kostenvoranschlag mit Freigabe des Kunden dokumentieren
Quellen (Abruf 08.10.2026): DAT Report 2026, Kurzbericht (2.068 Pkw-Halter), ZDK Branchendaten 2025, § 29 StVZO und Anlage VIII StVZO, Verordnung (EU) 2018/858, Verordnung (EU) Nr. 461/2010, Verordnung (EU) 2023/822, Loco-Soft.
CRM für Zulieferer:
von der Anfrage bis zum Rahmenvertrag.
Ein CRM für Automobilzulieferer steuert wenige, große Projekte über viele Jahre: von der Anfrage des Herstellers über die Nominierung (die Vergabe eines Bauteils an einen Lieferanten) bis zu Serienlieferungen und Preisrunden. Die Branche steht unter Druck: Die Beschäftigung bei Herstellern von Kfz-Teilen und Zubehör sank laut VDA von 266.810 im Jahr 2024 auf 237.221 im Jahr 2025, der Umsatz von 85,2 auf 81,3 Mrd. €. Muster für den Projektvertrieb im Investitionsgüterbereich zeigt CRM für Industrie und Maschinenbau.
Anfragen über Lieferantenportale
Anfragen der Hersteller (Request for Quotation, RFQ) laufen über deren Lieferantenportale. Volkswagen betreibt seine Plattform laut Audi seit 2001 mit rund 30.000 Partnern und Anwendungen für Beschaffung, Logistik, Qualitätssicherung, Entwicklung und Finanzen. Das CRM erfasst jede Anfrage als Opportunity mit Fristen, Unterlagenstand und Zuständigen, das Portal bleibt der Kanal zum Kunden.
- Abgabefrist und Fragerunden als Termine
Projekt-Opportunity mit Laufzeitvolumen
Ein Zulieferprojekt hat ein Volumen über die Laufzeit: Stückzahl je Jahr mal Teilepreis, vom Start der Serienproduktion (SOP, Start of Production) bis zum Auslauf (EOP, End of Production). Das CRM sollte Jahresmengen, Preispfad und Wahrscheinlichkeit getrennt führen, damit der Forecast Umsätze je Kalenderjahr zeigt statt einer Gesamtsumme.
- Fahrzeugprojekt, Plattform und Bauteil verknüpfen
Angebotskalkulation und Varianten
Angebote für Serienteile beruhen auf Kalkulationen aus Material, Fertigung, Werkzeugen und Logistik, die im ERP oder in Kalkulationswerkzeugen entstehen. Für variantenreiche Produkte gibt es CPQ (Configure, Price, Quote): CAS genesisWorld mit CAS Merlin CPQ laut Profil oder CBS-CRM mit Quote-to-Order für konfigurierbare Materialien laut Anbieter.
- Angebotsversionen mit Kalkulationsstand
Vergabe, Nominierung und Verlustgründe
Nach der Nominierung wird aus der Opportunity ein Serienprojekt. Gewonnene und verlorene Anfragen sollten mit Grund, Wettbewerber und Preisabstand dokumentiert werden, damit die Trefferquote auswertbar ist. Bloomr nennt laut Profil die frühe Erfassung der Nachfrage und bessere Verkaufsprognosen bei komplexen Verkaufszyklen als Schwerpunkt.
- Pflichtfeld Verlustgrund
Serienanlauf und Produktfreigabe
Zwischen Nominierung und Serie liegt die Freigabe von Produktionsprozess und Produkt. In Deutschland beschreibt der VDA-Band 2 die Produktionsprozess- und Produktfreigabe (PPF), 7. Auflage vom Januar 2026. Das CRM bildet Meilensteine ab, für die Projektsteuerung gibt es Software wie easyredmine mit Branchen-Tag Automotive im Katalog.
- Meilensteine Bemusterung, PPF und SOP am Projekt
Rahmenverträge, Abrufe und Preisrunden
Nach dem SOP laufen Lieferungen über Rahmenverträge und Lieferabrufe per EDI im ERP, nach VDA 4984 (Global DELFOR), dem Nachfolger von VDA 4905. Das CRM sollte vereinbarte gegen abgerufene Mengen zeigen. Salesforce bildet in der Manufacturing Cloud dafür Vertriebsvereinbarungen ab, laut Entwicklerdoku langfristige Vereinbarungen über Preis und Menge von Produkten.
- Plan- gegen Ist-Mengen je Monat aus dem ERP
Kundenhierarchie und Buying Center
Beim Hersteller entscheidet ein Buying Center (Entscheidungsgremium) aus Einkauf, Entwicklung, Qualität und Logistik, bei großen Herstellern an mehreren Werken. Das CRM braucht Kundenhierarchien aus Konzern, Marke und Werk sowie Kontaktrollen, damit Besuchsberichte und Eskalationen beim richtigen Gremium landen.
- Hierarchie Konzern, Marke, Werk
Erstausrüstung und Ersatzteilmarkt
Zulieferer mit Ersatzteilgeschäft bedienen Erstausrüstung und Ersatzteilmarkt. Nach Art. 5 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 461/2010 entfällt die Gruppenfreistellung für Vereinbarungen mit einem Fahrzeughersteller, die einen Teileanbieter darin beschränken, seine Waren an zugelassene oder unabhängige Händler, Werkstätten oder Endverbraucher zu verkaufen. Das CRM sollte beide Kanäle getrennt auswerten.
- Kanäle Erstausrüstung und Ersatzteilmarkt trennen
Quellen (Abruf 08.10.2026): VDA Jahreszahlen auf Basis Destatis, Audi zu vwgroupsupply.com, VDA-Band 2, 7. Auflage Januar 2026, VDA Liste der EDI-Empfehlungen (Stand August 2024), Salesforce SalesAgreement, cbs CRM with Salesforce, Verordnung (EU) Nr. 461/2010. Kein Rechtsrat.
Drei Wege zum Automotive-CRM
mit unterschiedlichen Stärken.
Für die Automobilbranche gibt es drei Systemklassen: Plattformen mit eigenem Automotive-Datenmodell, das DMS mit eigenen Kundenfunktionen plus ergänzendem CRM, und B2B-CRM mit enger ERP-Anbindung für Zulieferer. Wie stark das DMS im Handel verbreitet ist, zeigen die Anbieterangaben: Loco-Soft nennt über 3.400 Anwenderbetriebe, incadea über 4.000 Händler. Die Beispiele sind kuratiert, nicht bezahlt und keine Rangliste.
Plattform mit Automotive-Datenmodell
für Hersteller, Importeure, große Händlergruppen und Zulieferer
Salesforce bietet mit der Automotive Cloud ein CRM für Hersteller, Händler und konzerneigene Finanzierer mit einer 360-Grad-Sicht auf Kunden, Haushalte und Fahrzeuge laut Herstellerseite. Für Zulieferer gibt es die Manufacturing Cloud mit Verwaltung von Vertriebsvereinbarungen. Stärke ist das gemeinsame Datenmodell, Grenzen sind Lizenzpreis und Integrationsaufwand.
- Automotive Cloud ab 300 € je Nutzer und Monat, Jahresvertrag
- Manufacturing Cloud ab 275 € je Nutzer und Monat
- DMS- und ERP-Schnittstelle als eigenes Arbeitspaket
ab 275 € je Nutzer und Monat, jährlich
DMS mit Kundenverwaltung, ergänzt um ein CRM
für Autohäuser, Werkstätten und Händlergruppen
Das DMS ist im Autohaus das führende System für Fahrzeuge, Aufträge, Teile und Buchhaltung und bringt eine eigene Kundenverwaltung mit. Loco-Soft nennt Kunden- und Lieferantenverwaltung, Verkaufsunterstützung und 28 Herstellerzertifikate oder Empfehlungen, incadea Integrationen mit über 60 OEM-Marken, Keyloop über 20.000 Händler und 80 Hersteller in über 90 Ländern. Ein CRM ergänzt Marketing, Leads und betriebsübergreifende Auswertungen.
- Zuerst klären, welche Kundenfunktionen das DMS schon hat
- CRM nur mit dokumentierter DMS-Schnittstelle einplanen
DMS laut Loco-Soft ab 99 € monatlich, CRM zusätzlich
B2B-CRM mit ERP- und SAP-Anbindung
für Zulieferer, Fahrzeug- und Aufbautenhersteller
Zulieferer brauchen Projekte, Angebote und Kundenhierarchien eng am ERP. GEDYS IntraWare nennt auf seiner Branchenseite Automobilindustrie den Zugriff auf Lieferscheine, Rechnungen und offene Posten über eine ERP-Schnittstelle und gehört zur proALPHA-Gruppe. itmX crm suite ist laut Anbieter vollständig in SAP ERP und S/4HANA integriert, CBS-CRM verbindet Salesforce mit SAP. Handelsprozesse wie Probefahrt oder Inzahlungnahme nennen diese Anbieter nicht.
- ERP-System und Integrationsweg zuerst festlegen
- Mengen- und Projektlogik in der Demo zeigen lassen
auf Anfrage
Quellen (Abruf 08.10.2026): Salesforce Automotive Cloud und Preise, Manufacturing Cloud Preise, Loco-Soft, incadea, Keyloop, GEDYS Automobilindustrie, proALPHA zu GEDYS, itmX, cbs CRM with Salesforce.
Acht CRM-Systeme
für Automobilhandel und Zulieferer.
Die Tabelle vergleicht acht CRM-Systeme aus dem Katalog nach Zielwelt, Fahrzeug- oder Mengenbezug, Anbindung an DMS oder ERP und Betrieb. Die Auswahl mischt internationale und DACH-Anbieter, ist kuratiert, nicht bezahlt und keine Rangliste. Ein Haken steht nur, wo die Angabe auf der Herstellerseite oder im Katalogprofil belegt ist, ein Teilhaken (≈) markiert Punkte für die Demo. Wer Salesforce bewusst vermeiden möchte, findet Optionen unter Salesforce Alternativen für den Mittelstand.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Zielwelt | Fahrzeug- oder Mengenbezug | Anbindung DMS oder ERP | Betrieb | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Salesforce Automotive CloudBranchen-Cloud, Salesforce, Inc. | Enterprise | ab 300 €/Nutzer/Mo (Sales und Service Core), jährlich | Hersteller, Händler und konzerneigene Finanzierer; für Zulieferer Manufacturing Cloud ab 275 € | ✓ 360-Grad-Sicht auf Kunden, Haushalte und Fahrzeuge laut Herstellerseite | ≈ DMS-Anbindung über Integrationsprojekt, in der Demo prüfen | Cloud-Dienst, Jahresvertrag | Zum Profil → |
| Zoho CRMCRM-Plattform, Zoho Corporation | KMU | Free bis 3 Nutzer, sonst Preis je Land | Händler und Werkstatt; laut Zoho keine fertige Branchenversion, sondern angepasst | ≈ Probefahrten, Servicetermine und Händlerbeziehungen als Anpassung beschrieben | ≈ DMS-Anbindung in der Demo prüfen | Cloud-Dienst | Zum Profil → |
| HubSpot Sales HubAll-in-One-Plattform, HubSpot, Inc. | Mittelstand | ab 0 €, Professional 90 €/Lizenz/Mo | Branchenneutral, Marketing und Vertrieb für Händlergruppen und Zulieferer | ≈ kein Fahrzeug- oder Mengenmodell auf der Preisseite genannt, in der Demo prüfen | ≈ DMS- oder ERP-Anbindung in der Demo prüfen | Cloud-Dienst, Onboarding ab Professional Pflicht | Zum Profil → |
| OdooOpen-Source-Suite mit CRM, Odoo S.A. | Mittelstand | Standard 24,90 US$/Nutzer/Mo, jährlich, 1. Jahr | Freie Werkstatt und Händler, die CRM und Kaufmännisches in einem System wollen | ≈ App Reparaturen für Reparaturaufträge laut Doku, Fahrzeugakte des Kunden in der Demo prüfen | ✓ Verkauf, Buchhaltung und Lager in derselben Suite laut Preisseite | ✓ Odoo Online, mit Custom auch Odoo.sh oder On-Premise | Zum Profil → |
| GEDYS IntraWareNo-Code-CRM, GEDYS IntraWare GmbH (proALPHA-Gruppe) | Mittelstand | auf Anfrage | Automobilindustrie und Zulieferer laut Branchenseite und Katalogprofil | ≈ Lieferanten-, Artikel- und Auftragsdaten laut Branchenseite, Mengenplanung in der Demo prüfen | ✓ Lieferscheine, Rechnungen und offene Posten über JDBC- oder ERP-Schnittstelle laut Branchenseite | ✓ Cloud oder On-Premises laut proALPHA | Zum Profil → |
| CBS-CRMSalesforce mit SAP-Integration, cbs Corporate Business Solutions | Enterprise | auf Anfrage | Fertigungsindustrie inklusive Automotive laut Katalogprofil | ✓ Quote-to-Order mit konfigurierbaren Materialien laut Anbieterseite | ✓ Integration von Salesforce mit SAP als Kernkompetenz laut Anbieterseite | Cloud-Plattform Salesforce, Einführung durch cbs | Zum Profil → |
| itmX crm suiteCRM für SAP-Kunden, itmX GmbH (NTT DATA) | Mittelstand | auf Anfrage | Maschinen- und Anlagenbau, Bauzulieferer und Projektfertigung laut Anbieter, für Zulieferer mit SAP | ≈ Projekt- und Mengenlogik in der Demo prüfen | ✓ vollständig in SAP ERP und S/4HANA integriert laut Anbieter | ≈ in Microsoft 365 verfügbar laut Anbieter, Hosting in der Demo prüfen | Zum Profil → |
| SalesbookVerkaufsplattform mit CRM, Salesbook | Mittelstand | auf Anfrage | Automotive und Versicherungen laut Katalogprofil, Referenz Škoda | ≈ Präsentation, Angebot und Unterschrift im Kundentermin laut Anbieter, Fahrzeugdaten in der Demo prüfen | ≈ DMS-Anbindung in der Demo prüfen | ≈ auf jedem Gerät nutzbar laut Anbieter, Hosting in der Demo prüfen | Zum Profil → |
Preise netto laut Herstellerseiten, Stand 08.10.2026: Salesforce Automotive Cloud, Salesforce Manufacturing Cloud, HubSpot, Odoo (Rabatt 12 Monate für anfänglich bestellte Nutzer), Zoho (Preise je Land). Funktionen: Zoho, Odoo Reparaturen, GEDYS, proALPHA, cbs, itmX, Salesbook laut Anbieterseite und Katalogprofil. Weitere Systeme mit Branchen-Tag Automotive im Katalog: NeoCRM, Next4biz CRM mit Beschwerdemanagement laut Profil, Bloomr und easyredmine. Alle Systeme im Katalog.
DMS, Hersteller, ERP und Fahrzeugdaten:
so wird das CRM angebunden.
Im Automotive-CRM entscheidet die Schnittstelle über den Nutzen: Im Handel ist es die DMS-CRM-Schnittstelle, beim Zulieferer die Verbindung zum ERP. Die Zahl der Gegenstellen ist hoch, incadea etwa nennt Integrationen mit über 60 OEM-Marken. Die sechs Karten zeigen, welche Daten wohin fließen und was vor Vertragsschluss zu klären ist.
DMS-CRM-Schnittstelle: wer führt was
Empfehlung von Find-Your-CRM: Kunden-, Fahrzeug-, Auftrags- und Rechnungsdaten führt das DMS, Leads, Kampagnen, Einwilligungen und Aktivitäten führt das CRM. Fragen Sie beim DMS-Anbieter nach einer dokumentierten Schnittstelle, nach den Kosten je Betrieb und danach, ob Termine aus dem Werkstattplaner gelesen werden können.
- Abgleichtakt je Objekt festlegen, Termine nahezu in Echtzeit
Herstellersysteme, Leads und Agenturmodell
Markenhändler arbeiten mit Lead-, Konfigurations- und Garantiesystemen des Herstellers. Im Agenturmodell schließt der Agent Kaufverträge im Namen des Herstellers, der Hersteller wird Vertragspartner des Kunden; Mercedes-Benz setzt laut AUTOHAUS (Juni 2025) weiter auf das echte Agenturmodell und nennt Datenhoheit als Vorteil. Klären Sie deshalb je Marke, wer Leads und Kundendaten führt.
- Vertrags- und Datenrollen je Marke dokumentieren
Fahrzeugbörsen, Website und Lead-Quellen
Gebrauchtwagenanfragen kommen über Börsen und die Website. Keyloop baut laut Anbieter die Integration seiner Systeme und Daten mit Autotrader aus. Das CRM sollte jede Quelle mit eigenem Kanal-Feld führen, damit Kosten je Lead und Abschlussquote je Börse auswertbar sind.
- Kanal und Kampagne bei jeder Anfrage speichern
ERP, EDI und Lieferabrufe beim Zulieferer
Beim Zulieferer führt das ERP Artikel, Preise, Aufträge, Lieferabrufe und Rechnungen, ausgetauscht per EDI nach VDA-Empfehlungen: Lieferabrufe nach VDA 4984 (Global DELFOR), Lieferavise nach VDA 4987 (Global DESADV), Rechnungen nach VDA 4938. Das CRM liest Mengen und Umsätze für den Forecast, schreibt aber keine Abrufe. Die Abgrenzung erklärt CRM vs. ERP, Systeme für die ERP-Seite zeigt Find-Your-ERP.
- Führendes System je Objekt festlegen
Lieferantenportale der Hersteller
Anfragen, Qualitätsmeldungen und Lieferantenbewertungen stehen in den Portalen der Hersteller. Ob ein Portal eine Schnittstelle bietet, ist je Hersteller zu klären; sonst legt der Key Account Manager Anfrage und Fristen im CRM an und verweist auf die Vorgangsnummer im Portal.
- Vorgangsnummer des Portals als Feld
Vernetzte Fahrzeuge und Data Act
Vernetzte Fahrzeuge liefern Laufleistung, Fehlercodes und Wartungsbedarf. Der Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854) gilt seit 12. September 2025: Nach Art. 4 und 5 kann der Nutzer eines vernetzten Produkts Daten selbst abrufen oder an Dritte wie eine Werkstatt weitergeben lassen, die Pflicht zum direkten Datenzugang nach Art. 3 Abs. 1 gilt für Produkte, die nach dem 12. September 2026 in Verkehr gebracht wurden.
- Datenweitergabe nur mit Verlangen des Nutzers
Quellen (Abruf 08.10.2026): incadea, Keyloop, firmenauto zu Agenturmodellen (08.07.2024), AUTOHAUS zu Mercedes-Benz (09.06.2025), VDA Liste der EDI-Empfehlungen, Verordnung (EU) 2023/2854 (Art. 3, 4, 5 und 50). Die Aufteilung der Datenführung ist ein Erfahrungswert von Find-Your-CRM.
Kundendaten, Fahrzeugdaten, Einwilligung:
was ein Automotive-CRM erfüllen muss.
Ein Automotive-CRM verarbeitet Kunden- und Fahrzeugdaten zugleich, deshalb gelten im Handel vor allem DSGVO, UWG und Betriebsverfassungsgesetz, beim Zulieferer zusätzlich Anforderungen an die Informationssicherheit. Die Hinweise sind keine Rechtsberatung, Stand 08.10.2026; Details zu AVV, Hosting und Löschfristen stehen unter CRM und DSGVO.
Fahrzeugdaten mit FIN sind personenbezogen
Daten aus der Fahrzeugnutzung sind personenbezogen, wenn sie mit der Fahrzeugidentifizierungsnummer oder dem Kfz-Kennzeichen verknüpft sind. Darauf haben sich die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder und der VDA in einer gemeinsamen Erklärung vom 26. Januar 2016 verständigt. Im CRM betrifft das Fahrzeughistorie, Laufleistung und Werkstattaufträge.
- Fahrzeugdaten im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
Vertrag, Einwilligung und Nachweis
Für Angebot, Kaufvertrag und Werkstattauftrag trägt Art. 6 Abs. 1 Buchstabe b DSGVO (Vertrag und vorvertragliche Maßnahmen auf Anfrage der Person). Für Newsletter und Werbekampagnen ist die Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a der sichere Weg; der Händler muss sie nach Art. 7 Abs. 1 nachweisen können, und die Person kann sie nach Art. 7 Abs. 3 jederzeit widerrufen.
- Einwilligung mit Datum, Text und Kanal speichern
E-Mail-Werbung und Anrufe nach § 7 UWG
Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung ist nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG eine unzumutbare Belästigung, Werbeanrufe bei Verbrauchern brauchen nach Nr. 1 ebenfalls eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. § 7 Abs. 3 UWG erlaubt E-Mail-Werbung an Kunden für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen, wenn die Adresse beim Verkauf erhoben wurde, kein Widerspruch vorliegt und auf das Widerspruchsrecht hingewiesen wird. Gegen Direktwerbung kann jede Person nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO widersprechen.
- Einwilligung je Kanal getrennt führen
Hersteller, Händler und Dienstleister
Legen Hersteller und Händler gemeinsam Zwecke und Mittel einer Verarbeitung fest, sind sie nach Art. 26 DSGVO gemeinsam Verantwortliche und brauchen eine Vereinbarung über ihre Pflichten. CRM- und DMS-Anbieter, die im Auftrag verarbeiten, binden Sie nach Art. 28 DSGVO mit einem Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV).
- Rollen je Marke mit dem Datenschutzbeauftragten klären
Zulieferer: TISAX und vertrauliche Daten
Zulieferer halten im CRM Konstruktionsstände, Prototypentermine und Preise der Hersteller. TISAX ist laut ENX Association das Prüf- und Austauschverfahren für Informationssicherheit in der Automobilindustrie auf Basis des vom VDA veröffentlichten ISA-Katalogs; der VDA ISA 2027 erschien im Juli 2026. Salesforce veröffentlicht TISAX-Prüfergebnisse im Compliance-Portal.
- Nachweise zur Informationssicherheit im Angebot anfordern
Verkäuferkennzahlen und Betriebsrat
Wertet das CRM Leistung einzelner Verkäufer oder Serviceberater aus, etwa über Abschlussquoten, greift die Mitbestimmung des Betriebsrats. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bestimmt er bei Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen mit, die dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen.
- Betriebsvereinbarung vor dem Rollout
Quellen (Abruf 08.10.2026): DSK, Pressemitteilung vom 26.01.2016 (vor Geltung der DSGVO veröffentlicht, hier als Orientierung genannt), DSGVO auf EUR-Lex (Art. 6, 7, 21, 26, 28), § 7 UWG, § 87 BetrVG, ENX Association zu TISAX, Salesforce Compliance TISAX.
Rechenbeispiel Gesamtkosten:
Autohaus und Zulieferer mit je 25 Nutzern.
Ein CRM für 25 Nutzer kostet über drei Jahre im Handel rund 138.000 bis 417.000 €, beim Zulieferer rund 163.000 bis 436.500 €, je nach Lizenzmodell und Schnittstellenaufwand. Rechenbeispiel von Find-Your-CRM, kein Angebot eines Herstellers: Lizenzen nach Listenpreisen vom 08.10.2026, netto; Dienstleistungen als Personentage mal Tagessatz.
| Kostenblock | Autohaus oder Händlergruppe | Zulieferer | Rechenweg und Annahme |
|---|---|---|---|
| Lizenzen25 Nutzer, 36 Monate | 81.000 bis 270.000 € | 90.000 bis 247.500 € | Handel: HubSpot Sales Hub Professional 90 € bis Salesforce Automotive Cloud Sales und Service Core 300 €; Zulieferer: Salesforce Pro Suite 100 € bis Manufacturing Cloud Sales Core 275 €, je Nutzer und Monat |
| EinführungProzesse, Rollen, Berichte | 20.000 bis 44.800 € | 25.000 bis 56.000 € | Handel 20 bis 32, Zulieferer 25 bis 40 Personentage |
| SchnittstelleDMS oder ERP | 10.000 bis 28.000 € | 15.000 bis 42.000 € | Handel 10 bis 20 Personentage für die DMS-Anbindung, Zulieferer 15 bis 30 für die ERP-Anbindung |
| DatenmigrationKunden, Fahrzeuge, Projekte | 5.000 bis 14.000 € | 5.000 bis 14.000 € | 5 bis 10 Personentage für Bereinigung, Mapping und Probeimport |
| SchulungKey-User und Anwender | 4.000 bis 9.800 € | 4.000 bis 9.800 € | 4 bis 7 Personentage |
| BetriebSupport und Schnittstellenpflege, 3 Jahre | 18.000 bis 50.400 € | 24.000 bis 67.200 € | Je Jahr Handel 6 bis 12, Zulieferer 8 bis 16 Personentage |
| Gesamt 3 JahreSumme der Zeilen oben | 138.000 bis 417.000 € | 163.000 bis 436.500 € | ohne interne Arbeitszeit und ohne Kosten des DMS- oder ERP-Anbieters |
| Je Nutzer und MonatGesamtkosten geteilt durch 900 Nutzermonate | 153 bis 463 € | 181 bis 485 € | 25 Nutzer mal 36 Monate |
Rechenbeispiel von Find-Your-CRM. Tagessatz 1.000 bis 1.400 € netto (Annahme), Personentage sind Erfahrungswerte von Find-Your-CRM aus Auswahlprojekten. Nicht enthalten: HubSpot-Onboarding ab Professional (Betrag nicht genannt), Schnittstellengebühren der DMS- oder ERP-Anbieter, CPQ, interne Zeit. Preise: HubSpot, Salesforce Automotive Cloud, Salesforce Sales Cloud, Salesforce Manufacturing Cloud, Stand 08.10.2026. Mehr dazu: CRM Kosten: Preise, Lizenzen und Gesamtkosten.
Auswahl und Einführung
in der Automobilbranche in sechs Schritten.
Die CRM-Auswahl in der Automobilbranche beginnt mit der Frage, welche Welt das System abdecken soll, und endet mit einem Pilot an einem Standort oder bei einem Kundenteam. Gewerbekunden gehören dabei in jedes Szenario des Handels: Laut KBA wurden 2025 66,1 % der neuen Pkw gewerblich zugelassen. Die Schritte folgen der Methodik von Find-Your-CRM.
Welt und Ziele festlegen
Klären Sie, ob das CRM Handel und Werkstatt, Zulieferergeschäft oder beides abdecken soll; Händlergruppen mit eigenem Aufbautenbau oder Zulieferer mit Ersatzteilhandel brauchen beide Logiken. Formulieren Sie zwei bis drei messbare Ziele, etwa eine kürzere Antwortzeit auf Leads oder einen Forecast nach SOP-Jahren.
Führende Systeme und Datenhoheit klären
Legen Sie je Objekt fest, welches System führt: DMS oder ERP für Kunden, Fahrzeuge, Aufträge und Preise, CRM für Leads, Kampagnen, Einwilligungen und Projekte. Im Agenturmodell und bei Herstellerprogrammen gehören die Rollen von Hersteller und Händler mit in diese Klärung.
Anforderungen als Szenarien beschreiben
Beschreiben Sie Abläufe statt Funktionslisten: Anfrage bis Probefahrt und Kaufvertrag, Leasingende bis Folgeangebot, Anfrage bis Nominierung und SOP. Vorlage, Gewichtung und Bewertungsmatrix liefert das CRM Lastenheft.
Shortlist und Demo mit eigenen Fällen
Fordern Sie Demos mit eigenen Beispielen an, etwa einem Kunden mit zwei Fahrzeugen und Halterwechsel oder einem Projekt mit fünf Jahresmengen und einer Preisrunde. Eine dokumentierte Shortlist liefert das CRM-Matching, die gemeinsame Bewertung durch Vertrieb, Service und IT das Selection Portal.
Schnittstelle und Datenmigration testen
Testen Sie die DMS- oder ERP-Schnittstelle vor Vertragsabschluss an einem Testsystem und bereinigen Sie Dubletten im Kundenstamm vor dem ersten Abgleich. Prüfschritte und Mapping beschreibt CRM Datenmigration und Datenqualität.
Pilot, Betriebsrat und Rollout
Starten Sie mit einem Standort, einer Marke oder einem Kundenteam, schließen Sie vor dem Rollout eine Betriebsvereinbarung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, wenn Auswertungen auf Personen möglich sind, und erweitern Sie danach Betrieb für Betrieb. Phasen und Rollen beschreibt CRM einführen.
Quelle Datenpunkt: KBA, Pressemitteilung 01/2026 vom 06.01.2026. Schritte nach der Methodik von Find-Your-CRM.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist ein CRM für die Automobilbranche?
Ein CRM für die Automobilbranche ist eine Software für Kunden, Kontakte und Verkaufschancen, die zusätzlich Fahrzeuge oder Bauteilprojekte abbildet. Im Autohaus hängt es am Fahrzeug mit FIN, Halter und Fristen wie Hauptuntersuchung und Leasingende. Beim Zulieferer hängt es am Projekt mit Stückzahlen je Jahr, Serienstart und Rahmenvertrag.
Welches CRM eignet sich für ein Autohaus?
Für ein Autohaus eignet sich ein CRM, das eine dokumentierte Schnittstelle zum vorhandenen DMS hat und Fahrzeuge, Probefahrten und Vertragsenden abbildet. Große Händlergruppen und Importeure prüfen Plattformen mit Automotive-Datenmodell wie die Salesforce Automotive Cloud, kleinere Betriebe angepasste Systeme wie Zoho CRM oder HubSpot. Prüfen Sie in der Demo einen Kunden mit zwei Fahrzeugen und Halterwechsel.
Braucht ein Autohaus neben dem DMS noch ein CRM?
Ein separates CRM lohnt sich, wenn das DMS Marketing, Lead-Management oder Auswertungen über mehrere Betriebe nicht ausreichend abdeckt. Das DMS bleibt führend für Fahrzeuge, Aufträge, Teile und Buchhaltung und kann eine eigene Kundenverwaltung mitbringen, bei Loco-Soft etwa Kunden- und Lieferantenverwaltung und Verkaufsunterstützung. Prüfen Sie zuerst, was Ihr DMS schon kann, und vermeiden Sie doppelte Datenpflege durch eine klare Führung je Objekt.
Wie funktioniert eine DMS-CRM-Schnittstelle?
Eine DMS-CRM-Schnittstelle gleicht Kunden, Fahrzeuge, Termine und Verträge zwischen beiden Systemen ab, wobei je Objekt ein System führt. Empfehlung von Find-Your-CRM: Das DMS führt Kunden-, Fahrzeug- und Auftragsdaten, das CRM Leads, Kampagnen und Einwilligungen. Fragen Sie den DMS-Anbieter nach einer dokumentierten Schnittstelle, nach Kosten je Betrieb und nach dem Abgleichtakt.
Welche CRM-Funktionen braucht eine Kfz-Werkstatt?
Eine Kfz-Werkstatt braucht im CRM vor allem Online-Terminbuchung mit Zugriff auf freie Kapazitäten, eine Fahrzeugakte mit FIN und Historie und Erinnerungen an Hauptuntersuchung, Wartung und Reifenwechsel. Laut DAT Report 2026 wünschen sich 50 % der Markenwerkstatt-Kunden mit Verbesserungswunsch schnellere Termine. Die Hauptuntersuchung ist nach Anlage VIII StVZO bei neuen Pkw nach 36 Monaten und danach alle 24 Monate fällig.
Was muss ein CRM für Automobilzulieferer können?
Ein CRM für Automobilzulieferer muss Anfragen der Hersteller als Projekte mit Stückzahlen je Jahr, Preispfad, SOP und EOP führen und Angebote, Nominierungen und Verlustgründe dokumentieren. Dazu kommen Kundenhierarchien aus Konzern, Marke und Werk, Meilensteine für Bemusterung und Serienanlauf sowie die ERP-Anbindung für Preise und Abrufe. Systeme mit ERP-Nähe sind etwa GEDYS IntraWare, itmX crm suite für SAP oder Salesforce mit der Manufacturing Cloud.
Darf ein Autohaus Kunden nach der Probefahrt per E-Mail anschreiben?
Ein Autohaus darf nach der Probefahrt per E-Mail werben, wenn eine vorherige ausdrückliche Einwilligung vorliegt, sonst ist das nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG eine unzumutbare Belästigung. Die Bestandskundenausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG setzt voraus, dass die Adresse im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung erhoben wurde, und gilt nur für eigene ähnliche Waren oder Dienstleistungen. Halten Sie die Einwilligung deshalb schon bei der Probefahrt mit Datum und Kanal im CRM fest. Lassen Sie Ihre Vorlagen rechtlich prüfen.
Sind Fahrzeugdaten und FIN personenbezogene Daten?
Fahrzeugdaten sind personenbezogen, sobald sie mit der Fahrzeugidentifizierungsnummer oder dem Kennzeichen verknüpft sind. Darauf haben sich die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder und der VDA in einer gemeinsamen Erklärung vom 26. Januar 2016 verständigt. Im CRM gelten für Fahrzeughistorie, Laufleistung und Werkstattaufträge deshalb dieselben Regeln wie für Kundendaten.
Was ändert der Data Act für Werkstätten und Händler?
Der Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854) gilt seit 12. September 2025 und gibt Nutzern vernetzter Fahrzeuge ein Recht auf Zugang zu ihren Daten. Nach Art. 5 stellt der Dateninhaber auf Verlangen des Nutzers Daten einem Dritten bereit, etwa einer Werkstatt. Die Pflicht, Produkte so zu gestalten, dass Daten direkt zugänglich sind, gilt nach Art. 50 für Produkte, die nach dem 12. September 2026 in Verkehr gebracht wurden.
Was kostet ein CRM für ein Autohaus oder einen Zulieferer?
Ein CRM für 25 Nutzer kostet im Rechenbeispiel von Find-Your-CRM über drei Jahre im Handel rund 138.000 bis 417.000 € und beim Zulieferer rund 163.000 bis 436.500 €. Die Spanne entsteht vor allem durch die Lizenz: von 90 € je Nutzer und Monat für HubSpot Sales Hub Professional bis 300 € für die Salesforce Automotive Cloud Sales und Service Core. Dazu kommen Einführung, Schnittstelle, Migration, Schulung und Betrieb, ohne interne Zeit.
Was bedeutet das Agenturmodell für das CRM des Händlers?
Im Agenturmodell schließt der Händler als Agent Kaufverträge im Namen des Herstellers ab, Vertragspartner des Kunden wird der Hersteller. Damit verschieben sich Datenrollen: Kaufvertrag und Preis liegen beim Hersteller, welche Daten der Händler für Betreuung und Werkstatt führt, regeln die Verträge mit dem Hersteller. Klären Sie je Marke, welche Daten Ihr CRM führen darf und ob eine Vereinbarung nach Art. 26 DSGVO nötig ist.
Brauchen Zulieferer für ihr CRM ein TISAX-Label?
TISAX bewertet das Informationssicherheits-Managementsystem eines Unternehmens, nicht eine einzelne Software. Wenn Ihr Unternehmen ein TISAX-Label hat, muss auch ein Cloud-CRM mit Daten Ihrer Kunden zu Ihrem Sicherheitskonzept passen. Fragen Sie den Anbieter nach Nachweisen; Salesforce veröffentlicht etwa TISAX-Prüfergebnisse in seinem Compliance-Portal.
Das passende CRM
für Autohaus, Werkstatt oder Zulieferer.
Geben Sie Ihre Unternehmens-URL ein: Das Anforderungsprofil entsteht automatisch, die dokumentierte Shortlist aus über 150 CRM-Systemen liegt in rund 6 Minuten vor, kostenlos und ohne Registrierung. Grundlage sind über 200.000 Referenzprojekte. Für die gemeinsame Bewertung mit Vertrieb, Service und IT und den direkten Anbieterkontakt nutzen Sie das Selection Portal.